«Die Bank trotzt der starken Konkurrenz sowie den einschneidenden Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank und behauptet sich in ihrem Kernmarkt sehr erfolgreich», teilt die Clientis Bank im Thal AG mit. Für das zweite Halbjahr sei man optimistisch, wenn auch eher verhalten. Das Institut wird nur noch mit zwei Mitgliedern in der Geschäftsleitung weiterfahren. Monika Grolimund, Stellvertreterin des Bankleiters, habe sich für eine Neuorientierung entschieden, wie Bankleiter Hans Peter Schrenk auf Anfrage ausführt. «Sie hat ein Pensum mit 90 Prozent, ihre Aufgaben werden neu verteilt, den Bereich Personal werde ich übernehmen.»

Ab September werde eine weitere Person mit einem 60-Prozentpensum ihre Arbeit aufnehmen. Die Anstellung sei aber nicht wegen der Kündigung von Monika Grolimund erfolgt, sondern das habe sich so ergeben, merkt Schrenk an. «Wir nahmen das zum Anlass, die Situation zu analysieren und uns anzupassen.» Die Clientis Bank im Thal AG mit Hauptsitz in Balsthal und zwei Geschäftsstellen beschäftigt aktuell zwölf Mitarbeitende.

Fortsetzung von 2014

«Das sehr erfreuliche nachhaltige Wachstum konnte fortgesetzt werden», sagt Schrenk. Seine Aussage bezieht sich auf das Jahr 2014, in dem die Bank mehr Hypotheken als im Vorjahr vergeben und einen höheren Gewinn ausgewiesen hatte. Das erneute positive Resultate lasse sich an der Steigerung der Kundenausleihungen um 3,2 Prozent sowie der Kundengelder um 10,7 Prozent verdeutlichen. Bei den Hypothekarforderungen bedeutet das einen Anstieg auf total etwas mehr als 259 Mio. Franken. «Den grössten Teil Kundschaft in diesem Bereich macht nach wie vor das Wohneigentum aus», erklärt der Bankleiter. «Zur Finanzierung des weiteren Wachstums stehen der Bank ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung.»

Dank höheren Erträgen konnte die Zunahme der Kosten kompensiert werden. Der Bruttogewinn für das erste Halbjahr liegt mit rund 0,73 Mio. Franken auf Vorjahresniveau. Im Zinsgeschäft, der weitaus bedeutendsten Ertragsquelle, konnte der Erfolg um 6,5 % auf 1.9 Mio. Franken gesteigert werden. Dazu beigetragen habe insbesondere der geringere Zinsaufwand für Banken- und Pfandbriefgelder.

Trick war zu plump

Im ersten Quartal wurde die Clientis Bank schweizweit von einer Welle gefälschter E-Mails überschwemmt. Unter dem Vorwand, es werde ein neues E-Banking System eingeführt, wurde die Kundschaft aufgefordert, Daten durchzugeben. Hans Peter Schrenk berichtet, im Kundenkreis der Clientis Bank im Thal sei seines Wissens niemand auf den plumpen Trick reingefallen. (wak)