Niedergösgen

Christian Wanner und Kurt Henzmann sind neu im Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat der Alpiq Versorgungs AG setzt sich neu wie folgt zusammen (von links): Fredy Dubach, Martin Eschle (Präsident), Kurt Henzmann, Christian Wanner (Vizepräsident) und Dieter Leu.

Der Verwaltungsrat der Alpiq Versorgungs AG setzt sich neu wie folgt zusammen (von links): Fredy Dubach, Martin Eschle (Präsident), Kurt Henzmann, Christian Wanner (Vizepräsident) und Dieter Leu.

Die Alpiq Versorgungs AG (Avag) lud zur 14. Generalversammlung nach Niedergösgen ein. Währenddem Kurt Henzmann einstimmig in den Verwaltungsrat gewählt wurde, musste Alt Regierungsrat Christian Wanner einige Gegenstimmen hinnehmen.

Am Dienstagnachmittag konnte Alpiq-Verwaltungsratspräsident Martin Eschle (Zürich) rund 40 Aktionärsvertreter und Gäste zur 14. Generalversammlung der Alpiq Versorgungs AG (Avag) im Restaurant Brücke in Niedergösgen begrüssen.

Die Aktionsvertreter hatten dabei zwei Ersatzwahlen vorzunehmen: Für den austretenden Verwaltungsrat Franz Scheiber (Niederrohrdorf AG) wurde Alt Regierungsrat Christian Wanner (Messen) gewählt, allerdings stimmten drei Personen gegen ihn, und eine enthielt sich der Stimme. Dies entspricht 49 468:443 Aktienstimmen bei 17 Enthaltungen. Mit seiner Wahl übernimmt Wanner von Scheiber das Vizepräsidium. – Der verstorbene Verwaltungsrat Bruno von Däniken (Niedergösgen) wurde von Eschle als «dynamische, scharf denkende Persönlichkeit, die sich zum Wohle der Alpiq und der Gemeinden eingesetzt hat», gewürdigt. Seiner wurde mit einer Trauerminute gedacht.

$Von Dänikens Nachfolge tritt Niedergösgens Gemeindepräsident Kurt Henzmann an. Er wurde einstimmig und ohne Enthaltungen gewählt. Den Verwaltungsrat komplettieren Fredy Dubach (Holderbank) und Dieter Leu (Rickenbach). Hendrik Menge bleibt Verwaltungsratssekretär.

Diverse Herausforderungen

In seinem Gastreferat zeigte Christian Wanner nochmals auf, wie die Alpiq in die momentane schwierige Lage geraten war. Er vertrat die Meinung, dass sich die Alpiq in einem aktiven Markt mit Trend zu verstärktem Wettbewerb vermehrt zu einer Energiedienstleisterin mit innovativen Lösungen hin entwickeln müsse. Auch bei den erneuerbaren Energien müsse das Unternehmen europaweit mitmachen. Er betonte, dass das Endkundengeschäft «ein neuer Player im Stromgeschäft von morgen» sei und dass die Alpiq zusammen mit Partnern Komplettlösungen anbieten müsse. «Ich werde mich in Zukunft für den Standort Olten einsetzen», versprach er und forderte zudem in Bezug auf die Wasserkraft Unterstützungsgelder; schliesslich sei sie «ebenfalls eine saubere, erneuerbare Energieform».

Martin Eschle seinerseits bemerkte, dass nicht nur die Strommarktliberalisierung, sondern auch die Energiewende zu bewältigen sei. «Bis zur vollständigen Marktöffnung 2018 werden wir bereit sein», zeigte er sich optimistisch. Um all die Herausforderungen zu bewältigen, bedürfe es Kooperationen mit anderen Playern, und auch das Installationsgeschäft werde immer wichtiger. Er hielt aber in Bezug auf die Avag fest: «Die Avag ist gut aufgestellt. Netz und Energie können heute als Gesamtpaket angeboten werden. Auch diverse Netzpachtverträge konnten verlängert werden».

«Gut behauptet»

Wie Norbert Caspar, Vorsitzender der Geschäftsleitung bemerkte, habe die Netznutzung der Endkunden im Berichtsjahr 337 Mio. Kilowattstunden (kWh) betragen, wovon die Avag 318 Mio. kWh Energie (minus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr) selber lieferte. Neben der regionalen Energieversorgung sei die Avag auch in der überregionalen Energieverteilung tätig, und zwar als sogenannte Vorlieger-Netzbetreiberin weiterer Energieversorger in der Nordwestschweiz. Mit einem Jahresgewinn von 2,2 Mio. Franken habe die Avag ihre Position als regionale Versorgerin und überregionale Dienstleisterin gut behaupten können.

Die Avag habe im vergangenen Jahr 10,8 Mio. Franken in ihr Regionalnetz und 5,5 Mio. Franken in das überregionale Verteilnetz investiert. Caspar erläuterte anhand eines Leitungsprojektes in Hauenstein-Ifenthal und Wisen dessen Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Er zeigte sich überzeugt, dass von der Investitionspolitik der Avag vor allem die Energiebezügerinnen und -bezüger profitieren würden. In einer kurzen Vorschau auf 2015 konnte Caspar trotz steigender Swissgrid-Kosten leicht sinkende Netznutzungstarife für die Kunden der Netzebene 7, also unter anderem alle Haushaltungen, sowie unverändert bleibende Energiepreise in Aussicht stellen.

In Kürze

Der Jahresgewinn betrug Fr. 2 239 329.93 und der Gewinnvortrag Fr. 505 724.26, was einen Bilanzgewinn von Fr. 2 745 054.19 ergibt. Einstimmig wurde der folgenden Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt: Dividende von 40 Franken je Aktie auf dem dividendenberechtigten Aktienkapital von 50 Mio. Franken gleich zwei Mio. Franken; 112 000 Franken Zuweisung an die allgemeine Reserve und Fr. 633 054.19 als Gewinnvortrag auf die neue Rechnung. Jahresbericht und Jahresrechnung wurden einstimmig genehmigt. Die Entlastung der Verwaltungsratsmitglieder wurde einstimmig gutgeheissen. Die Wiederwahl der Revisionsstelle Ernst & Young AG, Basel, für ein weiteres Jahr wurde ebenfalls einstimmig genehmigt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1