Bei seinem letzten Jahresrapport durfte der abtretende Feuerwehrkommandant Urs Meier eine illustre Gästeschar begrüssen. Nebst den fast vollzählig aufmarschierten Feuerwehrleuten waren alle Kommandanten der Thaler Feuerwehren, der Langenbrucker Kommandant Ueli Roth und alte Weggefährten anwesend.

Mit insgesamt 1052 Einsatzstunden und 32 Ernstfalleinsätze sei 2016 ein eher ruhiges Jahr gewesen, so der Kommandant. Ferner erwähnte Meier, dass die Feuerwehr Laupersdorf wieder auf einem sehr guten Stand sei und selbstständig agieren könne. Der Zusammenarbeitsvertrag konnte deshalb per Ende 2017 aufgelöst werden.

Mitten im Rapport ertönten vor dem Sitzungssaal plötzlich ohrenbetäubender Lärm von Feuerwehrsirenen. Hinter dieser freundschaftlichen Geste steckte das Kader der Feuerwehr Oensingen, das es sich nicht nehmen liess, den Kommandanten der Nachbargemeinde auf ihre Weise zu verabschieden.

Meier zeigte sich hoch erfreut, dass im vergangenen Jahr eine neue Autodrehleiter angeschafft werden konnte. Folgende Beförderungen konnten von Meier vorgenommen werden: Zum Gefreiten befördert wurden Christian von Arx und Falko Zimkeit, zum Korporal Alban Heutschi, Faton Perzaku und Urs Meister und zum Leutnant Evelin Senn.

Kommandolaterne überreicht

Wenn das Atemschutzgerät langsam zu schwer werde, sei es an der Zeit, sein Amt einem Nachfolger zu übergeben, meinte der abtretende Kommandant. Er bedankte sich bei den Behörden für die stets sehr wohlwollende Zusammenarbeit und Unterstützung. Als Abschiedsgeschenk für die gesamte Mannschaft hatte Meier eine Fotoreportage vom Grossbrand der Sägerei Rütti erstellt.

Es sei schön, eine intakte und kameradschaftliche Feuerwehr seinem Nachfolger übergeben zu können. So durfte der neue Kommandant, Hauptmann Christian Born, von seinem Vorgänger sichtlich stolz eine Kommandolaterne übernehmen. Als neuer Kommandant-Stellvertreter wird Oberleutnant Roger Fluri, als neuer Atemschutzchef Christoph Nussbaumer und als neue Zugchefin Evelin Senn walten.

Als Frau des abtretenden Kommandanten übergab auf humorvolle Art Marianne Meier ihrer «Nachfolgerin» Judith Born einen Ernstfallkoffer mit verschiedenen Utensilien, mit welchen sie ihren Mann zukünftig unterstützen kann.

Als erste Amtshandlung durfte Born den verdienten Feuerwehroffizier Stefan Locher verabschieden. Dieser sei vor vier Jahren aus Solothurn kommend ein sehr genauer und zuverlässiger Offizier gewesen, welchen man nicht gerne verliere.

Insgesamt 10 Jahre Kommandant

In seiner Laudatio ehrte der neue Kommandant seinen Vorgänger als eher ruhigen Kommandanten, welcher aber je nach Situation auch sehr laut sein konnte. Er würdigte Meier, welcher 28 Jahre Feuerwehrdienst, wovon deren 10 als Kommandant geleistet hat, gut vorbereitet und mit vielen Anekdoten gespickt. «Der Chef», wie der Abgetretene genannt wurde, sei immer nah bei den Leuten gewesen, ein Kommandant zum Anfassen, und nicht selten bei den Letzten nach einer Übung.

Die Feuerwehr und mit ihr auch der Bezirk hätten von seinem enormen Fachwissen profitieren können. Von verschiedener Seite wurde die Gelegenheit benutzt, dem Geehrten zu danken und ihn zu würdigen.

Kurz und prägnant orientierte der neue Kommandant Christian Born die Mannschaft über das neue Jahresprogramm und neue Organigramm. Man spürte, dass Born gewillt ist, klar und bestimmt zu führen.

Stampfli würdigt Meiers Leistung

Gemeindepräsident Roland Stampfli meinte, dass man die Begeisterung und Kameradschaft innerhalb des Feuerwehrkorps geradezu spüre. Er dankte Meier für seine erbrachten Leistungen. Es brauche Kompetenz und Übersicht für ein solches Amt. Es sei auch sein Verdienst, dass die Balsthaler Bevölkerung ruhig schlafen könne. (rzb)