Sie fahren regelmässig mit dem Bus bequem zum Beispiel von Härkingen vor die regengeschützten Tore des Gäuparks, um dort einzukaufen? Dann müssen Sie sich vielleicht bald umgewöhnen.

Denn mit dem neuen Buskonzept, welches momentan in der Vernehmlassungsphase ist, soll diese Haltestelle nicht mehr bedient werden. Eine von vielen gewichtigen Änderungen, welche das Konzept ab Fahrplanwechsel Ende 2017 vorsieht.

Praktisch auf jeder Buslinie, welche das Gäu durchquert, sieht der Vernehmlassungsbericht des kantonalen Amts für Verkehr und Tiefbau Veränderungen vor. «Mindestens alle zehn Jahre werden die Busverbindungen grundsätzlich überprüft und wenn nötig angepasst», sagt Daniel Schwarz vom Amt für Verkehr und Tiefbau.

Dies ist nun also wieder der Fall. Noch bis zum 24. Februar läuft die Vernehmlassung, bis dahin können sich zum Beispiel Gemeinden noch zum Konzept äussern und allenfalls Wünsche oder Änderungen anbringen.

Noch nicht definitiv

Die definitive Form soll laut Schwarz bis Ende Mai 2017 vorliegen. Dann nämlich kann jedermann auf der Internetseite fahrplanentwurf.ch die Abfahrtszeiten einsehen, welche ab dem traditionellen Fahrplanwechsel im Dezember gelten.

Und sich nicht zuletzt beim Kanton gegen einzelne Änderungen wehren. Die Fahrplanänderungen sind zudem Teil des Globalbudgets öV, welches dem Kantonsrat im Juni vorgelegt wird.

Das Konzept sieht neben der Abschaffung der Bushaltestelle Gäupark auch die Streichung des Schnellbusangebots von Egerkingen nach Olten vor. Diese sei gestützt auf die heutige Nachfrage und das übrige öV-Angebot zwischen Egerkingen und Olten nicht gerechtfertigt, heisst es im aufgelegten Buskonzept. Über den Mittag würden nur gerade fünf Passagiere den Bus nutzen.

Zwei Änderungen also, welche das Busangebot in Egerkingen schmälern.
Das macht auch die Gemeinde nicht glücklich. Der Gemeinderat bedauert vor allem die vorgesehene Aufhebung der Haltestelle Gäupark.

Er fordert in seiner Vernehmlassungsantwort, dass im Gegenzug die zweite nahe beim Gäupark-Kreisel gelegene Haltestelle mit Bushaltebuchten ausgestattet und ein Wetterschutz gebaut werden sollen.

öV-Drehscheibe kommt

Doch nicht nur negative Änderungen kommen auf das Dorf zu. So wird der Bahnhof endgültig zur sogenannten öV-Drehscheibe. Dies weil nun die Buslinien 511, 126/127 und die stark verlängerte Linie 501 beim Bahnhof halten sollen.

«Die öV-Drehscheibe in Egerkingen ist damit funktional in einer ersten Etappe umgesetzt, jedoch noch nicht baulich» sagt Daniel Schwarz. Einhergehend mit diesen Änderungen wird auch das Umsteigen auf die Regionalzüge in Egerkingen möglich.

Durch die Verlängerung der Buslinie 501, zu Hauptverkehrszeiten bis zur Migros in der Neuendörfer Industrie, hat zur Folge, dass die Buslinie 513 nur noch von Hägendorf bis Härkingen Briefzentrum fährt.

Für Härkingen ändert sich zudem, dass tagsüber von Montag bis Samstag ein Viertelstundentakt von/nach Olten ermöglicht wird. Dies entweder mit der Linie 511 oder 505.

Der Rundkursbetrieb 511/512 wird derweil aufgehoben, die Verbindung von Härkingen nach Egerkingen durch die Linie 511 aufrechterhalten und wie erwähnt bis zum Bahnhof Egerkingen verlängert.

Die Buslinie 505, welche von Olten nach Oensingen und in die Gegenrichtung führt, erfährt vor allem eine Änderung: Die komplizierten Wechsel der Abfahrtszeiten werden wieder abgeschafft.