Balsthal
Bushaltestelle «Brauerei» gab zu reden

Der Gemeinderat wurde über die Sanierung der St. Wolfgangstrasse und die mögliche Umgestaltung der Haltestelle orientiert.

Peter Wetzel
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Die Bushaltestelle "Brauerei" sorgte im Gemeinderat für Gesprächsstoff.

Die Bushaltestelle "Brauerei" sorgte im Gemeinderat für Gesprächsstoff.

Peter Wetzel

Es ist etwas unüblich, dass sich der Gemeinderat mit einem Strassenbauprojekt befassen muss, welches noch nicht abschliessend von der Infrastrukturkommission zuhanden des Gemeinderates verabschiedet worden ist. Dabei geht es um die Belagsanierung und um Gehwegausbauten der St. Wolfgangstrasse von der Einmündung des Hofmattweges bis zu derjenigen der Fluhackerstrasse. Über das Vorprojekt informierten Jörg Stuber und Daniel Wassmer vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT).

Zankapfel ist die südlich gelegene Bushaltestelle «Brauerei» an der St. Wolfgangstrasse. Der Kanton bevorzugt die Variante mit beidseitigem Halt der Busse auf den Fahrbahnen Richtung Mümliswil und Balsthal mit einem Fussgängerübergang bei der Haltestelle mit einer Mittelinsel. Die stehenden Busse könnten nicht überholt werden. Eine Manövrierfläche für Rollstühle müsste erstellt werden.

Haltestelle mit Bucht belassen

Weitere Varianten wären, den Ist-Zustand zu belassen und nur eine Belagsanierung vorzunehmen (keine Rollstuhlmanövrierfläche vorhanden) oder die Bucht der Bushaltestelle Süd und den Fussgängerübergang beim Lindhubelweg ohne eine Mittelinsel zu belassen. Die Manövrierfläche für Rollstühle müsste erstellt werden. Nach einer vom AVT erarbeiteten Nutzwertanalyse würde ihre bevorzugte Variante am meisten Nutzen bringen. Die beiden Vertreter des AVT betonten, dass sie sich an die gesetzlichen Vorgaben und Normen zu halten hätten. Die für die Gemeinde anfallenden Kosten würden rund 29 500 Franken betragen.

Enzo Cessotto, Ressortleiter Infrastruktur, kann sich gar nicht mit der AVT-Lösung abfinden. Nach seiner Meinung sollte man die Bucht der südlich gelegenen Bushaltestelle weiterhin benützen und die Busse nicht auf der Fahrbahn anhalten lassen. Man hätte mit dieser Lösung immer noch genug Platz für das Erstellen einer Manövrierfläche für Rollstühle. Nach Ansicht Cessottos sollte der jetzige Fussgängerübergang in den Lindhubelweg belassen werden. Das Geschäft geht nun wieder zurück in die Infrastrukturkommission, welche dem Gemeinderat definitiv Antrag stellen wird.

«KkB» reicht Postulat ein

Hans Heutschi von der Partei «KkB» (Kritisch-konstruktive Bauschtler) hat beim Gemeindepräsidenten ein Postulat eingereicht, welches erheblich zu erklären sei. An der Gemeindeversammlung soll das Postulat mit zusätzlichen Angaben begründet werden. Das Postulat fordert unter anderem die Aufhebung der Schilder «Allgemeines Parkverbot ausgenommen Parkfelder» bei den Einfahrten in die blauen Zonen und die Löschung der nicht nach VSS-Norm (Schweizerischer Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute) gezeichneten Parkfelder. «Laternenparkierer» hätten bei der Gemeinde weiterhin eine Parkkarte zu bisherigen Bedingungen zu lösen.

Vizegemeindepräsident André Schaad, der die Sitzung leitete, stellte fest, dass für das Postulat keine Dringlichkeit verlangt wurde und dass es inhaltlich viele Fragen zu beantworten gebe. Eine Arbeitsgruppe soll mit dem Verfasser des Postulats zusammensitzen, um Unklarheiten und Verfahrensfragen zu bereinigen.

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