Bundesfeiern im Thal-Gäu
An den 1. August-Feiern im Thal-Gäu stand das Beisammensein im Fokus

Der diesjährige Nationalfeiertag präsentierte sich regenreich. Trotzdem waren die Feiern im Thal-Gäu gut besucht.

Rahel Bühler
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Die Bundesfeier in Wolfwil lockte 200 Gäste an.

Die Bundesfeier in Wolfwil lockte 200 Gäste an.

Tom Ulrich

Müsste man den 1. August 2021 in einem Wort zusammenfassen, wäre es wohl unsicher. Zuerst war unsicher, ob die Feiern wegen der Pandemie überhaupt stattfinden konnten. Dann wurde unsicheres Wetter für Sonntag angesagt. Die Feiern in Kestenholz und Egerkingen wurden denn auch deswegen kurfristig abgesagt.

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Festrede von Regierungsrätin Sandra Kolly.
Brass Band Harmonie.
 Goerg Lindemann, Gemeindepräsident.
Goerg Lindemann, Gemeindepräsident übergibt Urkunden.
Musik von der Brass Band Harmonie.

Tom Ulrich

In Wolfwil fanden 200 Personen den Weg ins Festzelt auf dem Fussballplatz. Das Bedürfnis, sich wieder zu treffen, merke man den Leuten an, sagte Gemeindepräsident Georg Lindemann nach der Feier. In Wolfwil hatte Sandra Kolly ihren ersten Auftritt als aktive Regierungsrätin. Das Hauptmerkmal ihrer Rede legte sie auf Perspektivenwechsel: Man solle ganz ohne Scheuklappen mal darüber nachdenken, weshalb der politische Gegner, die Arbeitskollegin, der nervige Nachbar gewisse Dinge ganz anders sieht als man selber.

«Es kann den Weg ebnen für ein gutes Gespräch, einen fairen Dialog. Und hilft im besten Fall sogar, den eigenen Horizont zu erweitern. Was für eine Chance»,

sagte die CVP-Politikerin aus Neuendorf. Sie appellierte auch daran, wieder mehr miteinander zu reden, einander zuzuhören und aufeinander zuzugehen. Denn: «Was gibt es schöneres, als mit jemandem leidenschaftlich zu diskutieren, Argumente auszutauschen und mit ihnen zu ringen?» Sie forderte die Jungbürgerinnen und Jungbürger auf, die Möglichkeit der politischen Mitbestimmung zu nutzen.

1. August Laupersdorf mit dem frischgebackenen Regierungsrat Peter Hodel als Festredner.
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Die Brassband Frohsinn sorgt für musikalische Umrahmung.
Gemeindepräsident Edgar Kupper bei seiner Ansprache.
Regierungsrat Peter Hodel bei seiner Ansprache.
Regierungsrat Peter Hodel bei seiner Ansprache.
Regierungsrat Peter Hodel bei seiner Ansprache.
Die Brassband Frohsinn sorgt für Frohsinn.
Gemeindepräsident Edgar Kupper nimmt den Jungbürgern das Gelöbnis ab.
Der Schweizerpsalm darf nicht fehlen.
Viel Herzblut beim Singen des Schweizerpsalms.

1. August Laupersdorf mit dem frischgebackenen Regierungsrat Peter Hodel als Festredner.

Hanspeter Bärtschi

Auch der zweite neue Regierungsrat, Peter Hodel, war am gestrigen Nationalfeiertag im Einsatz. Unter anderem in Laupersdorf. Als jemand, der aus einer Randregion des Kanton Solothurn stamme, sei ihm das Gemeinsame wichtig:

«Das Thal liegt zwar Mitten im Kanton und verfügt über alles Gute, was es zum Leben braucht. Aber die Anbindung dieser Region an den Kanton und dessen Entwicklung ist wichtig für Thalerinnen und Thaler wie auch den ganzen Kanton und auch persönlich enorm wichtig.»

Auch er wies im Rest seiner Rede daurauf hin, wie wichtig Zusammenhalt und das «Füreinander da sein» seien. Und auch der FDP-Politker aus Schönenwerd richtete ein paar Worte an die Jungbürger: «Unsere Gemeinden sind ein wunderbarer Ort der Demokratie, wo die Grundlagen für das Zusammenleben geschaffen und organisiert werden.» 100 Anwesende hörten Hodel vor dem Laupersdörfer Gemeindezentrum zu. Laut Gemeindepräsident Edgar Kupper seien das so viele, wie in anderen Jahren auch. Die Feier fand unter dem Vordach des Gemeindehauses statt. Und weil sie am Nachmittag stattfand, blieb man verschont vom Regen.

Was ist denn überhaupt typisch schweizerisch?

In Härkingen hielt der grüne Nationalrat Felix Wettstein die Festrede. Wetterbendingt fand die Feier in der Mehrzweckhalle statt. Vor 160 Anwesenden warf Wettstein die Frage in die Runde, was denn überhaupt typisch schweizerisch sei? Denn: «Unsere Themen, unsere Leidenschaften, unsere Sorgen sind fast überall auf der Welt die gleichen.» Und trotzdem könne er die Frage beantworten:

«Niemand kommt nach den Ferien so gerne in die Schweiz zurück, wie die Schweizerinnen und Schweizer. Niemand hat das Gäu so gerne, wie die Menschen aus dem Gäu. Niemand ist so stolz auf Härkingen, wie die Leute aus Härkingen.»

Musikalisch wurde die Feier vom Ländlertrio Benno und Remo aus dem Entlebuch umrahmt.

1. August -Feier in Härkingen.
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1. August Härkingen: Ländler Trio Benno und Remo.
1. August Härkingen: Ländler Trio Benno und Remo.
Vize- Gemeindepräsident André Grolimund mit patriotischer Maske.
Die Musikgesellschaft Härkingen.
Vize-Gemeindepräsident André Grolimund.
Ein Geburtstagsständchen für Gemeindepräsident Daniel Nützi.
Ansprache Gemeindepräsident Daniel Nützi.
Festrede von Nationalrat Felix Wettstein.
1. August Härkingen: Ansprache Ansprache Nationalrat Felix Wettstein.
Der Schweizerpsalm darf nicht fehlen.

1. August -Feier in Härkingen.

Hanspeter Bärtschi

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