Versammlung

Bürgergemeinde Oensingen stimmt Umbau des Bergrestaurants Roggen zu

Der Berghof und Restaurant Roggen ist Eigentum der Bürgergemeinde Oensingen.

Mit 64 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern war die Rechnungsgemeinde auf dem Oensinger Hausberg Roggen einmal mehr gut besucht. Positive Rechnungsabschlüsse in der Bürgergemeinde ist man sich eigentlich fast gewohnt, ein besonderes Interesse galt diesmal aber dem zu sprechenden Projektierungskredit zum Umbau des Berggasthofes Roggen.

Die Probleme mit der Liegenschaft Roggen wurden in den letzten Jahren immer häufiger. Bürgerpräsident Remo Liechti verwies dabei auf ein paar wichtige Aspekte hin: «Die Technik ist sehr alt, die Lüftung nicht optimal, die Küche zu klein und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Heizung muss zwingend erneuert werden, es fehlen Garderoben und WC für die Angestellten, die sanitären Anlagen sind sehr alt, die Decke im Anbau Küche ist undicht». Das nur ein Teil der Schwachstellen des Hauses.

Ein altes Thema

Das Thema «Umbau Roggen» wurde vor 15 Jahren schon einmal in Angriff genommen, scheiterte damals aber an Projekt und Kosten. Danach wurde der «Roggen» wegen anderer Vorhaben (wie Fernwärme) zurückgestellt. Vor vier Jahren gab es einen neuen Anlauf. Diesmal erfuhr das in Vorabklärung eingereichte Projekt Ablehnung durch das kantonale Baudepartement. Nicht zuletzt auch wegen des Rechtsstreites im Zusammenhang mit der Roggenstrasse. Obwohl Strasse und Umbau Roggen zwei verschiedene Geschäfte sind, liess man die Bürgergemeinde mehr als ein Jahr auf den ablehnenden Entscheid warten.

Vor rund einem Jahr nun gab es einen dritten Anlauf, beziehungsweise wurde ein Neubeginn mit gleicher Zielsetzung, aber mit anderer Vorgehensweise bestimmt: Bedarfsabklärung Landwirtschaft durch Agro-Experten, viele Vorabklärungen mit Ämtern zu Rechtsgrundlagen, Pächter und anderen Fragen. Vor etwas mehr als einem Monat wurde die neue Projekteingabe an vier kantonal zuständige Stellen zur Stellungnahme zugestellt.

Das überarbeitete Projekt «Roggen», für dessen Umbau ein Kredit von 290'000 Franken gesprochen werden soll, ist an den ursprünglichen Bau angelehnt. An den Grundmassen des Gebäudes soll nichts verändert werden. Unter anderem wird der Eingang zum Restaurant wieder in die Mitte des Wohngebäudes gebaut, so wie es früher war. Der Saalbau würde total erneuert und auf das gleiche Bodenniveau wie das Restaurant gestellt.

Nach erfolgter Diskussion waren sich die Versammlungsteilnehmer einig, dass vom vorgesehenen Umbauvorhaben die gesamte Bevölkerung profitieren kann. Dem Kredit für die Weiterverfolgung dieses Roggen-Geschäftes wurde einstimmig zugestimmt.

Finanziell geht es gut

Nach wie vor kann die Bürgergemeinde Oensingen schwarze Zahlen schreiben. Zwar konnte der budgetierte Ertragsüberschuss nicht ganz erreicht werden und fällt mit 310 760 Franken deutlich geringer aus als im Vorjahr. Nach den zusätzlichen Abschreibungen in der Höhe von 310 090 Franken ergibt sich somit ein Ertragsüberschuss von 670 Franken, welcher dem Eigenkapital zugewiesen wird. Verwalter Reto Bobst sagte dazu: «Das Budget 2018 hatte nur gerade vier Tage Gültigkeit, dann hat Sturmtief Burglind alles über den Haufen geworfen. Und dennoch: Genau im Bereich Forst konnte ein sagenhafter Gewinn erarbeitet und ausgewiesen werden, obwohl bei Entschädigungen für fremde Forstunternehmer bei den Aufräumungsarbeiten fast eine halbe Million aufgewendet wurde. Dafür hatte das intensive Engagement von Förster Robert Graber beim Holzverkauf Auswirkungen: Aus dem Holzverkauf aufgrund des Sturmtiefs Burglind konnten Mehreinnahmen von 637'427 Franken erwirtschaftet werden.

Dafür ist der Kiesverkauf mit einer knappen halben Million Erlös minder ausgefallen. Da man am Standort der 1. Etappe für die Bereitstellung und Vorbereitung für die Inertstoffdeponie ein Jahr zuvor unverhofft auf eine grössere Menge Kies gestossen ist, wurde weniger Kies benötigt aus den vorgesehenen Abbaugebiet im Aebisholz und schmälerte somit diesen Ertrag.
Damit konnten die Ertragsüberschüsse aus den Bereichen Grubenfonds, Energiezentrum und Forstbetrieb die Aufwandüberschüsse in den anderen Bereichen auffangen.

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