Bürgergemeinde Oensingen
Ein bemerkenswertes Jahresergebnis 2020

Die Bürgergemeinde Oensingen erzielt einen Jahresgewinn von 1,6 Mio. Franken.

Bruno W. Heiniger
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100 Jahre gemeinsam im Dienst der Bürgergemeinde Oensingen v.l. Roland Bobst, Rudolf Meise und Urs Cartier.

100 Jahre gemeinsam im Dienst der Bürgergemeinde Oensingen v.l. Roland Bobst, Rudolf Meise und Urs Cartier.

Bruno W. Heiniger

Eine von 42 Oensinger Bürger und Bürgerinen gut besuchte Bürgergemeindeversammlung durfte ein erfreuliches Rechnungsergebnis 2020 im Biekensaal zur Kenntnis nehmen.Bürgergemeindepräsident Remo Liechti zeigte sich erfreut über das grosse Interesse. Die Anwesenden bekamen einmal mehr nur Gutes zu hören: Vor zusätzlichen Abschreibungen ergab es für das Jahr 2020 einen Ertragsüberschuss von 1,6 Mio. Franken zu verbuchen.

Vor der Präsentation der Rechnung 2020 durch Verwalter Reto Bobst, hatte die Versammlung jedoch noch über Nachtragskredite zu befinden. Einerseits zum Planungskredit «Roggen» in der Höhe von 38'580 Franken, anderseits eine Abschreibung der Liegenschaft Roggen im Betrag von 52'200 Franken (Abbruch des Gebäudes). Infolge Ausfall eines Forstmitarbeiters sind zwar die Lohnkosten gesunken, jedoch hatte dies einen erhöhten Aufwand für Dritte zur Folge von 42'730 Franken. Die ordentlichen Nachtragskredite im Gesamtbetrag von rund 133'500 Franken wurde einstimmig genehmigt.

Zum Jahresergebnis der laufenden Rechnung ist einmal mehr eine gute Disziplin in den einzelnen Dienstbereichen festzustellen: von acht Bereichen schliessen nur drei (Bürgerrechnung, Roggenberg und Bürgerhaus) mit Aufwandüberschuss ab. Während beim Grubenfonds, der Inertstoffdeponie und dem Energiezentrum Ertragsüberschüsse eigentlich fast an der Tagesordnung sind, war dies beim Forstwerkhof und Forstbetrieb im Budget 2020 nicht so vorgesehen: beide Dienstbereiche schlossen ebenfalls mit schwarzen Zahlen ab.

Dank dem erneut guten Ergebnis konnten zusätzliche Abschreibungen, 320'000 Franken bei der Liegenschaft Bürgerwerkhof sowie 55'000 Franken bei Fahrzeuge Forst, vorgenommen werden. Somit können dem Eigenkapital 1,232 Mio. Franken zugewiesen werden. Investitionen wurden im vergangenen Jahr im Gesamtbetrag von 698'280 Franken getätigt. Davon wurden 350'280 Franken bei der Archiverweiterung und für die Sanierung des Sitzungszimmers im Werkhof der Bürgergemeinde eingesetzt. Rund 41 Prozent des Gesamtbetrages investierte man auf dem Roggen, die restlichen 60'740 Franken wurden im Forstbetrieb für einen Pick-up und Bagger aufgewendet.

Nachtrags-Kredit für Fotovoltaikanlage

Die Versammlung hatte über einen Zusatzkredit in der Höhe von 100'000 Franken für eine Fotovoltaikanlage (Zusatzplanung) zu entscheiden. Was im vergangenen September 2020 kein Thema war und somit im damaligen Baukredit «Roggen» keine Berücksichtigung fand, ist nun doch aktuell. Nicht dass man diesen zusätzlichen Betrag im Bauvorhaben etwa vergessen hätte. Es war der Kanton, der auf die Bauherrschaft zukam und auf diesen ergänzenden Ausbau aufmerksam machte. Die bewilligte Fotovoltaikanlage wird direkt im Dach integriert. Vorgesehen ist sie jedoch nur auf drei Dachflächen im westlichen Gebäudeteil der Liegenschaft.

100 Jahre im Dienst der Bürgergemeinde

Remo Liechti durfte auch Dank aussprechen: Für zusammen 100 Jahre Einsatz in Kommission oder Bürgerrat wurden Rudolf Meise (40 Jahre Rechnungsprüfungs-Kommission, davon 28 Jahre Vorsitz und abtretender Präsident), Urs Cartier (40 Jahre Roggenberg-Kommission) und Roland Bobst (20 Jahre Bürgerrat) geehrt.

Die Versammlung hatte über sechs Einbürgerungsgesuche zu befinden und sicherte diesen das Ortsbürgerrecht zu.