Laupersdorf
Bürgergemeinde Laupersdorf erwirtschaftet Ertragsüberschuss von fast 40'000 Franken

Die Bürgergemeinde Laupersdorf kann eine zufriedenstellende Rechnung 2020 vorlegen.

Rudolf Schnyder
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Der neue Sömmerungsstall Goleten der Bürgergemeinde Laupersdorf

Der neue Sömmerungsstall Goleten der Bürgergemeinde Laupersdorf

Rudolf Schnyder

Wegen drohenden heftigen Gewittern wurde die Rechnungsgemeindeversammlung der Bürgergemeinde Laupersdorf kurzfristig vom «Hasenbödeli» in den Jugendraum des Gemeindezentrums verlegt. Verwalterin Hedi Büttler-Schaad präsentierte der von 19 Stimmberechtigten besuchten Versammlung die Rechnung 2020 der Bürgergemeinde Laupersdorf. Die Gesamtrechnung der Bürgergemeinde besteht aus den Teilbereichen Bürgerrechnung und Allmend–Rechnung und es resultiert ein Ertragsüberschuss von exakt 38'984 Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von nur 9427 Franken. «Der Mehrertrag ist vor allem auf nicht ausgeschöpfte Positionen beim Aufwand sowie auf eine nicht budgetierte Gewinnausschüttung des Forstbetriebs Mittleres Thal zurückzuführen», bemerkte Hedy Büttler.

Vom Ertragsüberschuss werden zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 38'350 Franken für den Sömmerungsstall Goleten gemacht. Die Bürgerrechnung (Bürgerrat, Verwaltung, Beiträge an Organisationen) schliesst bei einem Aufwand von 62'889 Franken und einem Ertrag von 81'255 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 18'365 Franken. Der Zinsertrag beträgt 12'848 Franken und an Finanzausgleich gab es Einnahmen von 33'900 Franken.

Von der ehemaligen Forstrechnung werden die Posten Besoldung Betreuer Hasenbödeli (2200 Franken), Unterhalt Spielplatz mit Waldhaus Hasenbödeli (1844 Franken), Beitrag an gemeinwirtschaftliche Leistungen (13585 Franken) in der Bürger-Rechnung geführt. Ebenso auf der Ertragsseite die Vermietung Werkhof/Schnitzelschopf an den Forstbetrieb Mittleres Thal (Ertrag 23'000 Franken) und die Vermietung Hasenbödeli (Ertrag 2868 Franken).

Neubau Weidhütte Goleten kostete 556'354 Franken

Die Allmend–Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 63498 Franken und einem Ertrag von 84 118 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 20 619 Franken. Haupteinnahmequellen sind die Allmendpachtzinse (26035 Franken), die Weidtaxen (9226 Franken), der Beitrag für Rückführungsweide (15293 Franken) und der Sömmerungsbeitrag (28702 Franken).

In der Investitionsrechnung betragen die auf die Jahre 2019/20 aufgeteilten Ausgaben für den Abbruch und Neubau des Sömmerungsstalles Goleten im Jahr 2020 noch 239 258 Franken und die Einnahmen, der Beitrag an den Sömmerungsstall Goleten, 68776 Franken. Dies ergibt eine Netto-Investitionssumme von 170 482 Franken. Der Bruttokredit für den Sömmerungsstall Goleten betrug 560000 Franken; die Ausgaben beliefen sich auf insgesamt 556 354 Franken.

Seit dem 1. Januar 2016 ist der Forst beim eigenständigen Forstbetrieb Mittleres Thal angesiedelt, mit eigenem Budget und eigener Rechnung. Die Rechnung 2020 des Forstbetriebes Mittleres Thal schliesst bei einem Aufwand von 798991 Franken und einem Ertrag von 872534 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 73542 Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von nur 8777 Franken. Vor allem nicht ausgeschöpfte Positionen beim Aufwand sowie ein Mehrertrag bei den Holzverkäufen und den Subventionen führten zu diesem höheren Ertragsüberschuss. Es wurde beschlossen, aus dem Ertragsüberschuss zusätzliche Abschreibungen für den Knickschlepper in der Höhe von 30 000 Franken zu tätigen.

Grösster Forstbetrieb im Kanton werden?

Ein Drittel des Betriebsgewinns wird gemäss Vertrag verteilt und zwar an die Bürgergemeinde Laupersdorf (48,3 Prozent) 7010 Franken, an die Bürgergemeinde Matzendorf (47,5 Prozent) 6894 Franken und an den Staatswald Lebern-Geissacker (4,2 Prozent) 609 Franken. Das Eigenkapital des Forstbetriebs Mittleres Thal beträgt 795362 Franken. Bürgergemeindepräsident Stefan Eggenschwiler gab bekannt, dass derzeit in einer Arbeitsgruppe Verhandlungen geführt werden über einen Zusammenschluss der beiden Forstbetriebe Mittleres Thal und Hinteres Thal. So könnten Synergien genutzt werden und man würde flächenmässig zu einem der grössten Forstbetriebe im Kanton Solothurn werden.

Einstimmig genehmigt wurde eine Neufassung des Allmend- und Weidereglements. Dieses regelt die Verpachtung von Allmendland der Bürgergemeinde Laupersdorf. Das Allmendland soll nachhaltig bewirtschaftet werden und so kommenden Generationen erhalten bleiben.