Bürgergemeinde Kestenholz
15 neue Pachtverträge wurden besiegelt

Die Bürgergemeinde Kestenholz legt den Bauern neue Verträge vor und erzielt einen Ertragsüberschuss 2020.

Judith Suter
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Die Bauern unterzeichneten ihre neuen Pachtverträge für das Land der Bürgergemeinde Kestenholz.

Die Bauern unterzeichneten ihre neuen Pachtverträge für das Land der Bürgergemeinde Kestenholz.

Zvg

Letzte Woche fand die Unterzeichnung der neuen Pachtverträge für das Landwirtschaftsland der Bürgergemeinde Kestenholz statt. Viktor Meier, Bürgergemeindepräsident, erklärt: «Die Bürgergemeinde erneuerte kürzlich ihr Allmend- reglement. Und in diesem Zusammenhang regelten wir auch die Bedingungen für unser Pachtland neu.» Die Bürgergemeinde Kestenholz besitzt Pachtland in der Grösse von 90 Hektaren und das Land sei bei den Bauern sehr begehrt, so Meier. Es galt damit, 15 neue Verträge auszuarbeiten.

«In der Regel handelte es sich um Anpassungen für Laufzeiten oder bei den Pachtzinsen. Wir haben jetzt einiges den heutigen Bedingungen gemäss anpassen können.»

Um zum Abschluss dem Ganzen einen festlichen Rahmen zu geben, habe der Bürgerrat beschlossen, die Unterzeichnung im Waldhaus Rossschwanz durchzuführen. «So kamen wir auch mit allen Pächtern ins Gespräch und Fragen konnten gleich beantwortet werden», erklärt der Bürgergemeindepräsident. Jedem einzelnen Pächter wurde sein neuer Vertrag vorgelegt und detailliert erklärt. Um die Wartezeit zu verkürzen, wurde auch noch ein Imbiss offeriert. «Das gemütliche Beisammensein wurde von allen Seiten sehr geschätzt», resümiert Viktor Meier.

Die Rechnung 2020 schliesst besser als erwartet

Die Bürgerrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 48'800 Franken ab. Der Hauptgrund für das bessere Ergebnis ist auf eine Entschädigung für ein Durchleitungsrecht zurückzuführen. Die Spezialfinanzierung des Wärmeverbundes erzielte einen Ertragsüberschuss von 14'200 Franken. Gegenüber dem Budget, welches einen Ertragsüberschuss von 22'000 Franken vorgesehen hat, schliesst die Rechnung schlechter ab als erwartet. Der Grund ist beim Energieverkauf zu finden. Die Einnahmen lagen rund 4500 Franken unter den Erwartungen. Die Forstwirtschaft schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 76'000 Franken ab. Gegenüber dem Budget ist das eine Verschlechterung von 107'000 Franken. Der Unterhalt Wald ist mit 163'500 Franken massiv höher ausgefallen als erwartet.

Burglind wirkt sich immer noch aus

Die Überschreitung ist mit dem Pflegeaufwand bei den Sturmflächen Burglind zu begründen. Diese Kosten waren nicht im Investitionsprojekt Aufforstung Sturm Burglind, welches mit der Jahresrechnung 2019 abgeschlossen wurde, mit einberechnet. Auf der Einnahmeseite weisen die Holzverkäufe gegenüber dem Budget einen Mehrertrag von 10'680 Franken aus. Der kantonale Beitrag für Walderhaltung und Jungpflege ist um rund 39'000 Franken höher ausgefallen.

Die Bürgergemeinde Kestenholz führt als Leitgemeinde die Jahresrechnung der Forstbetriebsgemeinschaft Oberes Gäu. Diese schliesst mit einem Aufwand von 127'200 Franken ab. Gegenüber dem Budget entspricht dies einem minimen Minderaufwand. In der Investitionsrechnung stehen Ausgaben von 61'600 Franken Einnahmen von gut 77'000 Franken gegenüber. Das Projekt Waldwegsanierung Sturm Burglind hat Kosten von 61'600 Franken verursacht.

Als Einnahmen konnten Investitionsbeiträge des Kantons für die Waldwegsanierung in der Höhe von 59'000 Franken verbucht werden. Ausserdem hat die SGV den Beitrag für den Burglind-Schaden an der Waldhütte Stelli in der Höhe von fast 18'000 Franken überwiesen.

Für die neue Legislatur wurde der neue Bürgerrat in stiller Wahl gewählt: Meier Viktor, 1964 (Präsident), Kissling Patrick, 1971, Ris Bruno, 1965, (alle FDP); Ingold Daniel, 1972, Sägesser Patrick, 1968, Suter Judith, 1972 (alle CVP); Bürgi Niklaus, 1971 (Freie Liste).