Die Oensinger Bevölkerung hatte am vergangenen Samstag die Möglichkeit, sich auf Einladung der Bürgergemeinde auf den Parcours «Rund um die Bürger-Gemeinde» zu begeben. Die Bürgergemeinde konnte dabei ihre Möglichkeiten vorstellen und zeigen, welche Vorteile sie für Gemeinde, die Bevölkerung und für die Region bietet.

An vier verschiedenen Standorten – beim Forstwerkhof Brüggmatt, im Kieswerk Aebisholz, beim Grillplatz beim Hüttenrank unbeim Bürgerhaus – gab es Interessantes zu sehen, zu hören oder die Aussicht zu geniessen. Um die verschiedenen Standorte besuchen zu können, ermöglichte ein Busbetrieb in einem 20 Minuten Taktbetrieb, um an die diversen Stationen zu gelangen. Insbesondere an den Standorten Forstwerkhof und «Aebisholz» konnten interessante Informationen aufgenommen werden, derweil die anderen beiden, höher gelagerten Besucherorte eher für den gemütlicheren Teil einluden.

Forst und Kieswerk vorgestellt

Angefangen beim Forstwerkhof, präsentierte Förster Robert Graber mit seinem Team einen eindrücklichen Einblick über die Tätigkeiten eines Forstbetriebes. Einerseits konnten verschiedene Werk- und Fahrzeuge bestaunt werden, welche bei der täglichen Arbeit im Wald zum Einsatz kommen. Anderseits gaben einige Informationstafeln Auskunft über den Forstbetrieb wie Waldflächen, Kennzahlen zum Forstbetrieb, Hauptbaumarten, Waldfunktionen und Beförsterung, Dienstleistungen im Wald, das Produktangebot, wie auch noch Zahlen zum Wintersturm «Burglind» im vergangenen Januar.

Im Kieswerk Aebisholz durfte Mike Burkhalter (Vertreter von Kieswerkbetreiberin Vigier AG) den ankommenden Gruppen Red und Antwort stehen. Nach einer jeweiligen Orientierung über das Kieswerk allgemein, stand natürlich auch der Stand der Dinge im Zusammenhang mit der Inertstoffdeponie im Vordergrund, welche auf doch relativ grosses Interesse gestossen ist.

Insbesondere zu den Arbeitsvorgängen im Aebisholz-Gelände, dass eine Deponie dieser Art mal betriebsbereit ist. Aber auch Informationen zur Kiesgrube selbst wie die Kiesgewinnung und dessen Vorgaben zum Abbau, wie auch im Recycling-Bereich, wo man eine interessante Zukunft sieht, gehörten dazu.

Natur erobert Raum zurück

Ergänzend in dieser zweiten Station, führte Feld-Botaniker Marco Bobst (auch Bürger von Oensingen) in zwei Gruppen etwa 45 Personen durch die ökologische Freihaltezone. Die Teilnehmer lernten den spannenden Lebensraum für Pflanzen und Tiere im Kieswerk Aebisholz näher kennen. Nebst vielen Informationen über Naturschutz, Artenvielfalt, Pflanzenheilkunde und Gestaltung von wichtigen Kleinstrukturen (etwa. Ast- oder Steinhaufen), wurden zahlreiche Pflanzen vorgestellt.

Darunter unter anderem Rosmarin-Weidenröschen, Wegwarte, Blutweiderich und einige Neophyten, wie die Kanadische Goldrute. Abgerundet wurde die Führung durch die Beobachtung des spektakulären Jagdflugs zahlreicher Mehlschwalben über dem grossen Teich der Freihaltezone.»

Seit einigen Tagen fertig saniert, konnte der neue Grillplatz beim Hüttenrank an der Roggenstrasse nach der langen Sommerphase nun bei einer etwas schlechteren Wetterlage «eingeweiht» werden. Der von 12 bis 18 Uhr mögliche Rundgang fand dann beim auf rund 870 Meter über Meer gelegenen Bürgerhaus Roggen seinen Abschluss.

An beiden letzten Stationen wurde etwas für Hunger und Durst serviert. Eine Hundertschaft an Bürgerinnen und Bürger traf sich am Abend zum Höhepunkt des Tages im Bürgerhaus Roggen – zudem überraschte ein spezielles «Ersatzfeuerwerk» auf der Krete der Roggenweid die Bürgerschaft, eine toller Anlass beendete den Jubiläumstag. (bwh)