Die Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein präsentierte ihren Freiberger-Hengst Leon von seiner besten Seite und auch der gangewaltige «Hiro» sowie der Westfalen-Hengst «Daddy’s Best» von Heinz Mägli genossen ihren Auftritt. Zu bewundern gab es in der Reithalle Moos den Freiberger-Nachwuchs und einen sportlichen Querschnitt der Winterreitkurs-Teilnehmer.

Mit 24 Pferden, vorwiegend Freibergern aus solothurnischen Pferdezuchtgenossenschaften, bildete die Berittene Artilleriemusik Solothurn (BAMS) einen musikalischen und visuellen Einstieg ins vielschichtige Programm der mittlerweile traditionellen Hengstvorführung. Die BAMS wurde 1929 gegründet mit dem Ziel, die Tradition des berittenen Spiels aufrechtzuerhalten.

Der achtjährige Fuchs-Hengst «Leon» gehört der Pferdezuchtgenossenschaft (PZG) Falkenstein und verkörpert den modernen Freiberger mit einem korrekten Exterieur, welches er zweifellos an seine Nachkommen weitergibt. Ob unter dem Springsattel oder eingespannt, der hübsche Fuchshengst wusste das Publikum auf der Tribüne zu überzeugen. «Wir sind wohl weitum die einzige Genossenschaft mit einem eigenen Zuchthengst und wir möchten mit dieser Tradition gerne zufahren», erklärte Stefan Bader, Geschäftsführer der PZG Falkenstein.

Dieses Jahr werden «Leons» vierter Fohlenjahrgang an den Fohlenschauen und die ersten Nachkommen zum Freiberger-Feldtest erwartet und Stefan Bader ist sehr gespannt auf die Zuchtergebnisse. Einen überraschenden Gastauftritt in Balsthal hatte ein Sohn von Leon. «Livio› gehört der Familie Graber aus aargauischen Vordemwald und holte sich an der kürzlich stattfindenden nationalen Hengstselektion in Glovelier den ausgezeichneten dritten Rang. Der frisch angekörte «Livio» präsentierte sich in Balsthal eingespannt vom Genossenschafts-Vizepräsidenten Heinz Mägli und begeisterte vor allem mit seinen überdurchschnittlichen Schrittqualitäten.

Ein Hengst der Sonderklasse

«Hiro» zog die Zuschauer mit einer schier unglaublichen Präsenz und Ausstrahlung in seinen Bann. Der 12-jährige Hengst gehört Heinz Mägli und kann etliche Sport-Erfolge in Dressur und Fahren vorweisen. Der Stationstest-Sieger mit dem imposanten Gangwerk wurde eingespannt präsentiert, aber auch von Thomas Mägli eindrücklich geritten.

Der vierjährige «Daddy’s Best» gehört ebenfalls Heinz Mägli und der gekörte, dunkelbraune Westfalen-Hengst stellte einen taktreinen Trab und einen eindrucksvollen Bergaufgalopp unter Beweis bei seiner Vorführung. Trotz seines jungen Alters zeigte sich der elegante Hengst überaus nervenstark, aufmerksam und leistungsbereit.

Vielversprechender Nachwuchs

Auch die Freiberger-Kinderstube hatte ihren grossen Auftritt. Genossenschafts-Präsident Matthias Gygax und sein Sohn zauberten den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht mit der Vorführung von zwei quirligen und hübschen Fohlen. Hengstfohlen «Linus» stammt von «Leon» ab und Stutfohlen «Dunia» von «Hiro». Die beiden Youngsters hatten somit ihr Debüt vor Publikum.

Eine harmonische und abgestimmte «Pas de Deux» ritten Regula Vögtlin mit «Hidalgo» und Nathalie Bader mit «Helix B.B.», beides vierjährige Nachkommen von «Hiro». Die Teilnehmer des Winter-Reitkurses demonstrierten das Gelernte in drei Schaubildern.

Ob im Formationsreiten oder beim Springen, die jungen Reiterinnen und Reiter beeindruckten mit schönen Darbietungen. «Den Nachwuchs integrieren und fördern, das ist ein bewährtes Rezept der PZG Falkenstein», betonte Speaker Roland Baumgartner, welcher wortgewandt durch das vielseitige Programm führte. Natürlich wurden «Leon» und «Hiro» auch noch ansprechend unter dem Sattel vorgestellt durch die Brüder Stefan und Thomas Mägli. In bester Manier demonstrierten sie ihre Spring-Qualitäten und ernteten dabei grossen Applaus.

Beim anschliessenden Apéro in der Reithalle gesellten sich die vier Zuchthengste zu den Besuchern und liessen sich noch einmal von allen Seiten eingehend bewundern.