Oberbuchsiten
Budget genehmigt – neues Leben für Volg und die Tiefmattstrasse

Die Oberbuchsiter Gemeindeversammlung genehmigte das Budget 2021 im Eiltempo.

Markus Nünlist
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Der Volg in Oberbuchsiten soll schöner werden.

Der Volg in Oberbuchsiten soll schöner werden.

Bruno Kissling

«Es freut mich, dass Sie trotz der besonderen Umstände an der heutigen Gemeindeversammlung teilnehmen», begrüsste der Oberbuchsiter Gemeindepräsident Daniel Lederer am Montagabend 29 Stimmberechtigte. Unter den nötigen Coronavorkehrungen fand die Versammlung für einmal in der Turnhalle Steinmatt statt. Die Geschäfte wurden speditiv in guten 50 Minuten abgehandelt.

Zuerst galt es, über fünf grössere Kreditbegehren zu entscheiden. Da war zum einen die Instandsetzung der Tiefmattstrasse. «Es ist jetzt höchste Zeit für eine umfassende Sanierung und nicht nur für weitere Reparaturen», sagte Lederer. Die Arbeiten am drei Kilometer langen Strassenstück werden auf zwei Jahre verteilt. Von den Gesamtkosten von 500'000 Franken verbleiben nach Abzug der Kantons- und Bundesbeiträge noch rund 160'000 Franken bei der Gemeinde.

Ebenfalls soll die Kirchgasse zwischen der Kreuzung Hofackerstrasse und Abzweigung Hübeli erneuert werden. Durch die Sanierung des mangelhaften Unterbaus und der schadhaften Deckschicht sollen die zahlreichen Flickstellen und Schlaglöcher verschwinden. Der beantragte Kredit für das kurze Wegstück beträgt 95'000 Franken. Um bei allfälligen Schäden an der überaus wichtigen Wasserleitung in der Dorfstrasse gewappnet zu sein, ist ein Ringschluss vorgesehen. Dieser führt durch die Bachmattstrasse unterhalb des Gemeindesaales, wo dann der Zusammenschluss mit der bestehenden Leitung in die Bachstrasse erfolgt. Dafür ist zu Lasten der Wasserrechnung ein Kredit von 95'000 Franken nötig.

Ferner sollen gesamtheitliche Verkehrsmassnahmen zu Fragen der Sicherheit, Tempolimiten, Verkehrsführung, Strassenausbau und Parkierung erarbeitet werden. Die angefangenen Arbeiten mussten unterbrochen werden, da Verkehrsmessungen während eines Lockdowns nicht zielführend sind. Der dafür beantragte Rahmenkredit beträgt 100'000 Franken.

Volg bleibt während des Umbaus geschlossen

Seit 2004 betreibt die Volg Detailhandels AG in der gemeindeeigenen Liegenschaft an der Hauptstrasse 30 einen Verkaufsladen. Nun plant Volg, die veraltete Ladeninfrastruktur für rund 380'000 Franken zu erneuern. Um Synergien zu nutzen, will sich die Gemeinde mit einem Kostendach von 300'000 Franken beteiligen und längst fällige Sanierungsmassnahmen (Elektroinstallation, Liftersatz usw.) vornehmen. Dafür bleibt der Laden voraussichtlich ab April 2021 für sechs Wochen geschlossen. Mit der Modernisierung der Verkaufsfiliale verlängert die Gemeinde auch den Mietvertrag mit Volg zu besseren Konditionen bis 2028.

Sämtliche genannten Kreditbegehren in Höhe von total rund 1 Mio. Franken wurden von der Versammlung ohne Gegenstimmen gut geheissen.

Die Militärbaracke wird abgerissen

Der Gemeindepräsident informierte über den geplanten Abriss der Liegenschaft Wolfsgrube. Da sich immer wieder Personen unbefugt Zutritt zum leerstehenden baufälligen Gebäude verschafften, entschloss sich der Gemeinderat zu diesem Schritt. Die dafür nötigen 60'000 Franken sind in der Erfolgsrechnung 2021 enthalten.

Ebenfalls blickte Lederer nochmals auf die Stabübergabe bei der Feuerwehr Oberbuchsiten zurück. Leider nicht wie üblich anlässlich der Hauptübung erfolgte die Beförderung von Daniel Berger zum neuen Kommandanten. Der bisherige Kommandant Reinhard Studer übergibt nach fünf Jahren sein Amt per 1. Januar 2021 an seinen designierten Nachfolger.

Zum Schluss dankte Daniel Lederer allen, die sich in irgendeiner Weise zum Wohle der Gemeinde einsetzen. Explizit erwähnte er die vielen Solidaritätsaktionen von Einzelnen oder Gruppen während der anhaltenden Pandemie-Zeit.

Aufwandüberschuss von 541'200 Franken budgetiert

Das Oberbuchsiter Budget 2021 schliesst mit einem voraussichtlichen Aufwandüberschuss von 541'200 Franken und wurde einstimmig genehmigt. Laut Finanzverwalter Robert Nützi ist der Voranschlag mit grossen Unsicherheiten behaftet. Die Aufwände seien noch eher zu beziffern gewesen als die Erträge. Dies betrifft vor allem die Steuereinnahmen bei den juristischen Personen. Erfreuliches gab es bei den Abwassergebühren zu vernehmen: Diese sollen um 40 Rappen auf 1.60 Franken pro Kubikmeter gesenkt werden. (mno)

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