Neuendorf
Bruttogewinn der Raiffeisenbank jetzt über 5 Mio. Franken

Die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt präsentiert das Jahresergebnis 2014. Bankleiter Andreas Furrer freut sich, dass die Kundengelder um 27,3 Millionen angestiegen sind und dadurch den Zuwachs der Kundenausleihungen übertroffen haben.

Christa Arnet
Drucken
Teilen
Verwaltungsrat und Bankleitung orientieren (v.l.): Iwan von Rohr (Verwaltungsratspräsident), Andreas Furrer (Bankleiter), René Horath, Christof Häfeli, Kristina von Arx, Nathalie Korner.

Verwaltungsrat und Bankleitung orientieren (v.l.): Iwan von Rohr (Verwaltungsratspräsident), Andreas Furrer (Bankleiter), René Horath, Christof Häfeli, Kristina von Arx, Nathalie Korner.

Patrick Lüthy

2014 erzielte die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt mit rund 1,16 Mio. Franken einen um 9 % höheren Jahresgewinn als im Vorjahr. Massgebend für den Erfolg waren der hohe Zufluss an Kundengeldern und das gute Hypothekargeschäft. Zudem stiessen 428 Neumitglieder hinzu. Im 2014 habe sich der Verwaltungsrat prioritär mit der Überarbeitung der Strategie beschäftigt, sagte Verwaltungsratspräsident Iwan von Rohr in Neuendorf zu den gegen 300 anwesenden Mitgliedern. Kernpunkte darin seien «kompetente Beratung» und «Arbeitgeber-Attraktivität» sowie «Rentabilität im Marktgebiet».

Schliessungen sind möglich

In den letzten Jahren habe sich das Verhalten der Kundschaft verändert. Der tiefste Preis sei das entscheidende Kriterium, bei den Hypotheken wie auch bei allen anderen Dienstleistungen. Zudem würden die sinkenden Zinsmargen die Ausrichtung auf verschiedene Standbeine notwendig machen, um im Marktgebiet wachsen zu können. Deshalb soll das Anlage- und Firmenkundengeschäft gestärkt werden. Diese Entwicklungen würden ein ständiges Überprüfen der Strukturen und des Angebots erfordern, sagte er. Auch das Geschäftsstellennetz müsse über kurz oder lang den veränderten Kundenbedürfnissen anpasst werden, wobei Schliessungen nicht auszuschliessen seien.

Im Anschluss an von Rohrs Ausführungen konnte Bankleiter Andreas Furrer «ein hervorragendes Geschäftsergebnis 2014» präsentieren: Der Jahresgewinn von 1,158 Mio. Franken steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 9% und auch die Bilanzsumme wuchs um 32,6 Mio. Franken auf 881,7 Mio. Franken an.

Diese Entwicklung sei dem hohen Zufluss an Kundengeldern und der guten Nachfrage nach Hypothekarkrediten zu verdanken, folgerte er. Dass die Kundengelder um 3,8% oder 27,3 Mio. Franken angestiegen sind und damit den Zuwachs der Kundenausleihungen übertroffen haben, freute den Bankleiter besonders, er wertete dies als Vertrauensbeweis in die Bank und ihre Beratungskompetenz. Die Kundenausleihungen legten um 16 Mio. Franken oder 2,1% zu.

Nach wie vor generiert die RB Gäu-Bipperamt die meisten Einnahmen aus dem Zinsengeschäft. 2014 waren es 89 % (11 Mio. Franken). Die strategische Diversifizierung der Erträge und eine gezielte Investition in die Weiterbildung der Mitarbeitenden brachten Mehreinnahmen von 15,3% im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Auch das Handelsgeschäft brachte guten Ertrag.

Erstmals betrug der Bruttogewinn über 5 Mio. Franken. Bei den Banken sei diese Zahl aussagekräftig, sie widerspiegle die Profitabilität, erklärte Furrer. Wegen des starken Rückgangs der Zinsmarge habe der Betriebsertrag trotz grossem Volumenwachstum bei den Hypotheken nur leicht zugenommen. Mit dem Gewinn könne Bank ihr Eigenkapital weiter stärken.

Hohe Marktdurchdringung

Abschliessend kam der Bankleiter auf die Mitgliederentwicklung zu sprechen: 428 Neumitglieder konnten 2014 begrüsst werden, aktuell beträgt der Mitgliederbestand 10 947 Personen. Bei rund 29 000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Geschäftskreis (insgesamt 16 Gemeinden) entspricht dies einer Marktdurchdringung von 38%.

Die anwesenden Mitglieder genehmigten die Verzinsung der Anteilsscheine mit neu 3,5% (bisher 6%) mit 8 Gegenstimmen.

Ein Mitglied merkte an, die verminderten Öffnungszeiten in einzelnen Geschäftsstellen kämen einem Leistungsabbau gleich. Von Rohr begründete diese Einschränkung mit dem zunehmend schwieriger werdenden Geschäftsumfeld der Banken und den veränderten Kundenbedürfnissen. Allerdings seien die Öffnungszeiten der sieben Geschäftsstellen aufeinander abgestimmt, was ein Ausweichen auf eine Geschäftsstelle in der Nachbarschaft ermögliche.

Von Rohr informierte ferner über die Demission des Verwaltungsratsmitglieds Bernhard Studer aus Egerkingen. Seit 1999 im Amt erlebte er drei Fusionen mit und trug massgeblich beim Zusammenschluss zur RB Gäu-Bipperamt bei. Wie üblich feierte die Bank das Jahresergebnis mit einem Znacht und einem künstlerischen Rahmenprogramm – dieses Mal mit Bänz Friedli, Kabarettist und «Hausmann der Nation».

Weitere Anlässe 14. März, Egerkingen; 20., Härkingen und Niederbuchsiten,
28. März, Oberbuchsiten und Oensingen.

Aktuelle Nachrichten