Oensingen
Brunner will nicht — SP stellt niemanden

Noch am Montag wurde vermeldet, dass sich Gemeindevizepräsident Martin Brunner durchaus vorstellen könnte, sich als Gemeindepräsident zur Wahl zu stellen. Doch Brunner informierte am Freitag den Parteivorstand, dass er aus dem Rennen sei.

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Martin Brunner steigt aus Politik aus.

Martin Brunner steigt aus Politik aus.

ZVG

Für die SP Oensingen wird es nichts mit der Rückeroberung des Gemeindepräsidentenamtes nach zwei Amtsperioden. Sie nimmt sich bereits jetzt aus der Wahlentscheidung. Noch am Montag vermeldete diese Zeitung, dass sich Gemeindevizepräsident Martin Brunner durchaus vorstellen könnte, sich als Gemeindepräsident zur Wahl zu stellen.

Doch Brunner informierte nun den Parteivorstand, dass er aus dem Rennen sei. «Brunner hatte sich die Kandidatur gut überlegt und musste Beruf, Freizeit, Familie mit der grossen Gemeindepräsidenten-Aufgabe abwägen. Er hat sich dahingehend entschieden, dass er mit 58 Jahren ebenfalls in der Blüte seines Berufes steht», teilte die Partei in einem Communiqué mit.

Es sei auf keine Weise möglich, das berufliche Pensum zu reduzieren, um auch noch das 70-Prozent-Amt des Gemeindepräsidenten auszuführen, weil dies nicht mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren sei. Die Parteileitung bedauere dies, es sei aber nachvollziehbar. Brunner wird zudem als Gemeinderat nicht mehr antreten, wie er auf Anfrage erklärte.

Einen anderen Kandidaten oder eine Kandidatin will die SP nicht präsentieren. «Wir werden uns mit einer kleinen, aber feinen Liste auf die Gemeinderatswahlen konzentrieren müssen», führt die Partei weiter aus. Somit nimmt sich die SP gleich selbst aus dem Rennen und macht den Weg frei für eine weiterhin bürgerliche Besetzung des Gemeindepräsidiums.

Fabian Gloor, Ortsparteipräsident der CVP lässt offen, ob er selbst als Gemeindepräsident antreten möchte. Prioritär sei die Verteidigung der zwei Sitze im Gemeinderat. Und auch in den Reihen der FDP und der SVP zeigt sich noch keine Kandidatur, zumindest sagt die FDP offen, dass sie das Präsidium weiter besetzen möchte. Doch durch den Rückzug der SP ist nun auch ein bürgerlicher Schulterschluss im Bereich des Möglichen. (phf)