Der vierte Abgang an der Spitze des Naturparks Thal, welcher letzte Woche publik wurde, zeigt, dass nicht alles rund läuft. Die Trennung von Michael Bur, ob nun vor allem wegen differenter Meinungen mit der Vereinsleitung oder vornehmlich aus der Umstrukturierung geboren, birgt eine Chance zur Neuausrichtung. Diese Chance muss aber sofort genutzt werden, denn bereits in zwei Jahren wird in den Thaler Gemeinden über die Zukunft des Parks entschieden.

Der Naturpark ist und bleibt eine sinnvolle Sache. Vor allem fürs Thal, aber auch für die umliegende Region. Eine kleine, feine Destination für sanften Tourismus in der Nähe zu haben, ist ein Standortvorteil. 

Engagement für die Natur ist aber nur über Umwege in Geld umzumünzen. Doch der Einsatz ist wichtig. Klar, als Wanderer kommt man auch ohne den Verein Region Thal und den Naturpark aus. Doch, um das Naherholungsgebiet langfristig zu erhalten und sogar noch attraktiver zu gestalten, braucht es einen starken Träger. Und sei es nur, um immer mal wieder in Erinnerung zu rufen, welch wichtige Funktion die Natur im Thal einnimmt.

Um aber über 2020 hinaus das Naturpark-Label zu behalten, benötigt es endlich wieder Kontinuität, welche auch gelebt wird. Ständige Wechsel in der Leitung sind Wasser auf die Mühlen der kritischen Stimmen. Ruhe kann nur einkehren, wenn sich die Verantwortlichen über die zukünftige Strategie einig sind, und diese auch zu vermitteln wissen – vor allem im Thal selbst.

Ansonsten steht man 2019 eventuell vor einem Scherbenhaufen.