Oensingen
Boden weist «Stolperfallen auf»: Turnhalle im Kreisschulhaus muss saniert werden

Der Bodenbelag der 42 Jahre alten Turnhalle der Kreisschule Bechburg muss wegen Schäden erneuert werden.

Erwin von Arb
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Die sanierungsbedürftige Turnhalle der Kreisschule Bechburg in Oensingen entspricht nicht mehr den BFU-Richtlinien.

Die sanierungsbedürftige Turnhalle der Kreisschule Bechburg in Oensingen entspricht nicht mehr den BFU-Richtlinien.

Bruno Kissling

Der Gemeinderat befasste sich an seiner Sitzung am Montagabend mit der Turnhalle der Kreisschule Bechburg, welche saniert werden muss. Die Halle wurde 1975 zusammen mit dem Schulgebäude in Betrieb genommen. Seither wurden an der inzwischen 42-jährigen Halle keine grösseren Renovationen vorgenommen. Zuletzt wurden vor rund 10 Jahren Schäden im Hallenboden durch das Überkleben mit Kunststoffbahnen behoben.

Boden weist «Stolperfallen» auf

Inzwischen weist der Turnhallenboden etliche Schäden auf, welche für die Schülerinnen und Schüler in Form von «Stolperfallen» eine Gefahr darstellen. Es besteht der Verdacht, die Unterkonstruktion oder der Unterlagsboden könnten wegen der Wassereinbrüche vor rund 15 Jahren Schaden genommen haben. Auch entspricht die Dämmung nicht mehr den heutigen Ansprüchen, wie im Rat erwähnt wurde. Ebenfalls durch Wassereinbrüche beschädigt wurde ferner die Wandverkleidung. In keinem guten Zustand befinden auch die Türen zu den Geräteräumen. Noch funktionstüchtig ist die Beleuchtung, die aufgrund ihres Alters aber ebenfalls saniert werden soll.

Im Zuge der Sanierung soll zudem die Turnhalleneinrichtung wieder auf die vom Bundesamt für Unfallverhütung (BFU) vorgegebenen Richtlinien gebracht werden. Diese werden aktuell nicht mehr erfüllt. An Fassade und Dach des Sporttraktes sowie an der Turnhallendeckenkonstruktion besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Ausführung soll 2018 erfolgen

Die Kosten für die Sanierung werden mit 775'000 Franken veranschlagt. Die Delegiertenversammlung der Kreisschule Bechburg hat der Aufnahme des Kredits von 775'000 Franken ins Investitionsprogramm 2018 bereits zugestimmt. Gemäss Kostenverteiler beträgt der Anteil der Gemeinde Oensingen 567 200 Franken, jener für Kestenholz 207'827 Franken. Der Gemeinderat verabschiedete das Geschäft zuhanden der Gemeindeversammlung mit der Empfehlung, dieser Investition im Betrag von 567'200 Franken zuzustimmen. Er folgt damit der Empfehlung des Büros ZSB Architekten AG, welches dem Zweckverband sowie den beiden Verbandsgemeinden Oensingen und Kestenholz nahelegt, diese Turnhallensanierung nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern im Sommer 2018 auszuführen.

Nachtragskredite genehmigt

Mit dem Wechsel aufs neue System für die Beteiligung am Bezug von Mehrfahrtenkarten oder Jahresabonnements für den Ortsbus sind nicht budgetierte Mehrkosten entstanden. Ein Grossteil der im Budget vorgesehenen 25 000 Franken war beim Wechsel auf das neue System bereits verbraucht (wir berichteten). Deshalb genehmigte der Rat einen Nachtragskredit von 12 000 Franken. Er geht davon aus, dass nächstes Jahr die Budgetvorgabe eingehalten werden kann.

2013 wurde die alte Grundwasserpumpe im Pumpwerk Moos ersetzt, wofür die Gemeindeversammlung einen Kredit von 130'000 Franken genehmigt hatte. Während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass die Anpassungsarbeiten an die bestehende Steuerung zu tief budgetiert waren. Zudem mussten auch in den anderen Aussenstationen der Wasserversorgung unvorhergesehene Anpassungen an der Steuerung vorgenommen werden. Für die daraus resultierte Überschreitung des Kredits in der Höhe von 26'486 Franken genehmigte der Gemeinderat einen Nachtragskredit. Verabschiedet wurde auch die Schlussabrechnung.

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