Position bezogen im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen hat die FDP, welche mit vier bisherigen Kandidaten zur Wahl antritt. Es sind dies Gemeindepräsident Stefan Schneider, Parteipräsident Thomas Mägli, Ressortchef Gemeindewerke, Beat Donauer, Verantwortlicher für die öffentliche Sicherheit und Stephan Walser, verantwortlich für Kultur und Information. Damit setzt die Partei auf bewährte Kräfte und ist bereit, in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. René Christ hat nach 20 Jahren im Rat seinen Rücktritt erklärt.

SP tritt nicht an

Die Begeisterung für einen Sitz im Gemeinderat hält sich auch in Welschenrohr in Grenzen. So kandidieren für die neun Sitze zwölf Personen, darunter immerhin drei Frauen. Sie figurieren auf vier Listen, welche bei der FDP und bei der SVP je vier Namen aufweisen. Drei Namen stehen bei der CVP auf der Liste, und auch die Freien Wähler treten wieder mit ihrem Kandidaten an. Der SP ist es trotz grosser Bemühungen nicht gelungen, Kandidaten zu finden. So fehlen die Sozialdemokraten wie schon vier und acht Jahren im Kampf um die Gemeinderatssitze. Das Wählerpotenzial wäre jedoch vorhanden, das zeigen jeweils die eidgenössischen und kantonalen Wahlgänge. Aber für die Gemeinde will sich niemand einsetzen, eigentlich schade.

Alle bisherigen Gemeinderäte wollten vor vier Jahren weiter machen. So einigten sich die drei Parteien FDP, CVP und SVP auf eine gemeinsame Liste, die der Anzahl Gemeinderäte entsprach. Stille Wahlen waren angesagt. Dies passte nicht allen. Eine zusätzliche Liste mit dem Namen «Freie Wähler Welschenrohr» wurde eingereicht mit einem Namen, nämlich René Enz, einem ehemaligen SVP-Mitglied. Ihm räumte man kaum Wahlchancen ein. Er wurde aber nach einem gehässigen Wahlkampf auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt, und dies zulasten der SVP, die dadurch einen ihrer beiden Sitze verlor.

Spannende Ausgangslage

Nun kandidiert Enz mit 70 Jahren nochmals und versucht seinen Sitz zu halten. Bei der CVP hat Gemeindevizepräsident Stefan Allemann demissioniert. Beat Allemann, Ressortchef Finanzen, tritt als amtsältestes langjähriges Mitglied wieder an, zusammen mit der ehemaligen Verwalterin Theres Brunner und Yves Luterbacher.

Die SVP setzt auf junge Leute aus der Landwirtschaft. Nebst der bisherigen Anna Béguelin kandidieren Beat Mägli (26), Vera Uebelhart (25) und Adrian Hurni (21). Spannung herrscht bei der Verteilung der Sitze, kommt die FDP wieder auf fünf, holt die SVP der zweiten zurück, macht die CVP zwei oder gar drei Sitze? Mit einem animierten Wahlkampf kann gerechnet werden, wenn auch die Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten eher bescheiden ausgefallen ist.

Am 21. Mai wird in Welschenrohr auch der Gemeindepräsident gewählt. Als einziger Kandidat tritt der bisherige Gemeindepräsident Stefan Schneider von der FDP an. Seine Wahl gilt als sicher.