Kestenholz

Bis zu 45 Personen werden neu in der Asylunterkunft einquartiert

Schlaf- und Wohnraum in der Zivilschutzanlage Kestenholz (Archiv)

Schlaf- und Wohnraum in der Zivilschutzanlage Kestenholz (Archiv)

Im Kanton Solothurn müssen pro Woche ungefähr 30 Asylsuchende untergebracht werden. Deshalb wurde beim Gemeinderat Kestenholz eine Erhöhung der Unterkunftsplätze in der Zivilschutzanlage beantragt.

In der Zivilschutzanlage Kestenholz werden seit Oktober 2013 asylsuchende Personen untergebracht, wobei die Unterkunft als Durchgangszentrum durch den Kanton Solothurn betrieben wird, die ORS Service AG ist für die Betreuung der Asylsuchenden zuständig. In den letzten zwei Jahren war die Unterkunft stets mit 12 bis 20 Personen belegt. Bis maximal deren 45 können es in naher Zukunft sein, der Gemeinderat hat eine entsprechende Anfrage des Kantons positiv beantwortet.

Betreuung rund um die Uhr

Die Zuweisungen von Asylsuchenden haben aufgrund der internationalen Lage in den letzten Wochen stark zugenommen; derzeit müssen im Kanton Solothurn wöchentlich rund 30 Personen neu untergebracht werden. Die bestehenden kantonalen Unterkünfte seien derzeit vollständig ausgelastet, teil Gemeindeschreiber Marco Bürgi mit. Daher habe das kantonale Amt für soziale Sicherheit beim Gemeinderat eine Erhöhung der Unterbringungsplätze auf maximal 45 Personen beantragt. Der Rat hat dem Antrag zugestimmt aufgrund der Notlage des Kantons und den bisherigen guten Erfahrungen mit der Unterkunft und den asylsuchenden Personen.

Mit der Erhöhung der Unterbringungsplätze werde auch die Betreuung intensiviert, versichert der Gemeindeschreiber. «Die Asylsuchenden werden rund um die Uhr von Fachleuten betreut und gehen tagsüber nach Möglichkeit einer Beschäftigung nach.» Ferner werde eine Begleitgruppe mit allen relevanten Akteuren wie Gemeinde, Amt für soziale Sicherheit, Kantonspolizei und ORS Service AG den Betrieb des Durchgangszentrums begleiten. «Die Begleitgruppe reagiert während des Zentrumbetriebs rasch und bedarfsgerichtet auf allfällige Veränderungen oder Lücken im Betreuungs- oder Sicherheitskonzept.»

«Niemand spricht mehr davon»

Der Auftakt zum Einquartieren von Asylsuchenden in Kestenholz im August 2013 verlief weniger glücklich. Zehn Asylbewerbende wollten die Zivilschutzanlage beim Werkhof als Unterkunft nicht akzeptieren und protestierten in Solothurn dagegen. Sie wurden dann anderweitig untergebracht. «Heute spricht niemand mehr davon», sagt Marco Bürgi. Man versuche, die Leute zu beschäftigen wie beispielsweise beim Bau der Infrastruktur St. Peter at Sunset. Bei der traditionellen Serenade wurden sie zum Mitmachen eingeladen, und in einem Fussballspiel konnten sie gegen die FC Senioren antreten. (mgt/wak)

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