Oensingen
Bis 2018 soll die Roggen-Liegenschaft saniert sein

Die Bürgergemeindeversammlung Oensingen genehmigt das Budget 2017, das einen Ertragsüberschuss von rund 100 000 Franken vorsieht. Ausserdem soll die Roggen-Liegenschaft bis zum 100-Jahr-Jubiläum der Bürgergemeinde saniert sein.

Bruno W. Heiniger
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Der Berghof auf dem Roggen befindet sich im Eigentum der Bürgergemeinde.

Der Berghof auf dem Roggen befindet sich im Eigentum der Bürgergemeinde.

Bruno Heiniger

31 Interessierte durfte Bürgerpräsident Remo Liechti zur Budget-Gemeindeversammlung begrüssen. Der Vorsitzende vermerkte, dass diese grosse Zahl an Anwesenden auch ein gutes Zeichen dafür sei, dass Interesse am Wirken der Bürgergemeinde vorhanden sei.

Fast schon üblich, wird anlässlich der Gemeindeversammlungen auch über Einbürgerungen entschieden. Nach den vorgängig erfolgten Abklärungen und Gesprächen durch das Oberamt und des zuständigen Gremiums des Bürgerrates, stimmte die Versammlung folgenden vier Gesuchen zu:

  • Dilek Jekaterina, mit den Kindern Raman und Angelina, lettische Staatsangehörige
  • Filipkova Sarlota, slowakische Staatsangehörige
  • Martic Zumetra, bosnische Staatsangehörige
  • Padula Antonella, italienische Staatsangehörige.

Seit letzter Gemeindeversammlung wurden direkt durch den Bürgerrat bestätigt und das Oensinger Bürgerrecht zugesichert:

  • Bieli-Adam Mario und Melanie, mit den Kindern Alessia und Luca
  • Fluri-Oberson Anton und Marianne
  • Cosic Sanja, serbische Staatsangehörige
  • Zeka Alma, kosovarische Staatsangehörige
  • Zeka Kremtin, kosovarischer Staatsangehöriger.

100-Jahr-Jubiläum im Visier

Im Geschäft «Budget 2017» musste zuerst über die Investitionen befunden werden. Da ging es einzig um den Planungskredit zur Liegenschaft auf dem «Roggen». Insbesondere das Wohnhaus, die Wirtschaft und der Saal sind sanierungsbedürftig. Der Planungskredit wurde schon vor einem Jahr gesprochen, jedoch im Verlaufe dieses Jahres davon noch nicht Gebrauch gemacht. Diese Hinausschiebung auf das Jahr 2017 machte eine neuerliche Zustimmung nötig.

Da im Jahre 2018 die Bürgergemeinde ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, will man auf diesen Zeitpunkt hin die Liegenschaft «Roggen» auf Vordermann bringen. Wegen der vorgesehenen Änderungen wurde man beim Kanton auch schon vorstellig. Die Überprüfung der Eingabeunterlagen ist in der Kantonshauptstadt zurzeit sistiert. Angeblich wegen der schon durchgeführten Beton-Sanierung der Roggenstrasse durch die Bürgergemeinde.

Der Voranschlag 2017 sieht in der Bürgerrechnung einen um rund 60 600 Franken höheren Ausgabenbetrag vor als im Vorjahr. Sanierung der Roggenstrasse (insbesondere der obere und noch nicht betonierte Restteil) sowie das Geländer auf dem Aussichtspunkt der Roggenfluh, sehen zusammen Unkosten in der Höhe von 50 000 Franken vor. Weiter wurde auch der Betrag für Beratungshonorare und Rechtskosten erhöht, zudem ist als Vorbereitung zum 100-Jahr-Jubiläum, ein Beitrag zur Förderung und Kultur vorgesehen.

Beim Grubenfonds und Energiezentrum sind die Ertragsüberschüsse angehoben worden, derweil die Bereiche Bürgerhaus und Roggenberg ein Defizit vorsehen.

Die Rubrik «Inertstoffdeponie» ist neu im Budget integriert. Für das neue Jahr sind allerdings noch keine Erträge vorgesehen, nur Ausgaben. Rodungskosten und Beratungskosten führen zu einem Defizit im sechsstelligen Franken-Bereich. Beraterkosten entstehen, weil die Entschädigungsfrage zwischen Betreiber und Bürgergemeinde noch nicht geklärt sind, bei der vom Kanton bereits bewilligten Inertstoffdeponie.

Holzpreise weiter im Keller

Da der Holzverkauf ertragsmässig weiterhin ein nicht mehr so lukratives Geschäft ist, hat dies auch Auswirkung auf das gesamte Forstergebnis. Trotz gleichzeitig tieferen Lohnkosten (nach einer Kündigung erfolgte keine Neuanstellung), weist der Forst ein Defizit aus, welches aber im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte tiefer ausfällt.

Unter dem Strich ergibt sich über alle verschiedenen Bereiche ein voraussichtlicher Ertragsüberschuss von 100 959 Franken, davon werden 100 000 Franken zusätzlich abgeschrieben, der Rest wird dem Eigenkapital zugewiesen.