Die Anfang Juni erfolgte Rückrufaktion von 3000 Nachfüllbeuteln der Babynahrung «Super Premium 1» wegen gefährlicher Cronobacter-Bakterien hat dem Babynahrungsmittelhersteller Bimbosan offenbar nicht geschadet.

Im Gegenteil: Die in Welschenrohr ansässige Firma zeigt sich selbstbewusster denn je und will ihre Position weltweit stärken und ausbauen. Die Grundlage dafür soll in Welschenrohr mit dem Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Verarbeitung, Logistik, Analytik und Labor geschaffen werden, wie Bimbosan-Geschäftsführer Daniel Bärlocher am Montagabend im Gemeinderat ausführte.

Parzelle gehört der Gemeinde

Realisieren will Bimbosan den dafür nötigen Ausbau auf der östlich neben dem bestehenden Firmengebäude liegenden Parzelle. Dabei handelt es sich um das letzte unbebaute Grundstück in der Gewerbezone, welches die Gemeinde letztes Jahr käuflich erwerben konnte. Der Verkauf des 5611 Quadratmeter grossen Grundstücks an der Balmbergstrasse soll im Rahmen der Wirtschaftsförderung zum Erstehungspreis erfolgen, wie im Gemeinderat erwähnt wurde.

Eine Klausel im noch nicht ausgearbeiteten Verkaufsvertrag verpflichtet Bimbosan dazu, mit der Umsetzung des Projekts innerhalb von drei Jahren zu beginnen. Ansonsten geht das Grundstück zum Verkaufspreis zurück an die Einwohnergemeinde.

Bimbosan will weiter wachsen

CEO Daniel Bärlocher zeigte sich zuversichtlich, dass diese Vorgabe für das Unternehmen grundsätzlich kein Problem darstellen wird, zumal möglichst bald mit der Umsetzung des Projektes «Vision 2018 plus» begonnen werden soll. Diese sieht bis 2020 Investitionen in der Höhe von rund 15 Mio. Franken vor.

Diese Summe soll in den Ausbau der Produktion sowie in die Aufstockung des Personals investiert werden. Vorgesehen ist bis 2020 eine markante Steigerung des Verarbeitungsvolumens von aktuell 1000 Tonnen. Im gleichen Zeitraum soll der Mitarbeiterstab von 22 auf rund 35 Personen anwachsen.

Die Expansion soll auch nach 2020 weitergehen, wie Bärlocher ausführte. Gleichzeitig könnte auch der Personalbestand auf rund 45 Personen anwachsen. Darunter auch hochqualifizierte Stellen, wie Bärlocher bemerkte.

Erreichen will Bimbosan diese ambitiösen Ziele vor allem mit der Erschliessung neuer Exportmärkte. Bis 2018 sollen die Exporte auf ein Niveau von über 70 Prozent steigen. Aktuell werden im Inland 70 Prozent der in Welschenrohr hergestellten Produkte abgesetzt, 30 Prozent gehen in den Export. Grosses Potenzial hätten Länder wie China, Brasilien oder Indien, wie Bärlocher erwähnte.

Aufwertung für Wirtschaftsstandort

Im Gemeinderat war man sich einig, dass der Wirtschaftsstandort Welschenrohr mit dem Ausbau der Firma Bimbosan eine Aufwertung erfahren würde. Das Projekt sei ein Glücksfall für die Gemeinde, so der Tenor. Über den Verkauf der erwähnten Parzelle an Bimbosan wird die Gemeindeversammlung vom 12. Dezember zu befinden haben.