A1-Untertunnelung
Billige Lösung statt Untertunnelung?

Das Komitee «für einen umweltschonenden Ausbau der A1 im Gäu» befürchtet, dass das Bundesamt für Strassen versucht, über die Kosten die Idee einer Untertunnelung zu torpedieren.

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«Kanton und Bund müssen sich klar für den Schutz von Kulturland bekennen», fordert das Komitee.

«Kanton und Bund müssen sich klar für den Schutz von Kulturland bekennen», fordert das Komitee.

HR Aeschbacher

Sie möchten, dass die A1 im Gäu unterirdisch ausgebaut wird: Über 200 Personen gehören inzwischen dem Komitee «für einen umweltschonenden Ausbau der A1 im Gäu» an.

«Kanton und Bund müssen sich klar für den Schutz von Kulturland bekennen», fordert das Komitee nun. Sie verlangen, dass der Regierungsrat des Kantons Solothurn die Forderung weiter aufrechterhält und sie mit aller Deutlichkeit gegenüber dem Bundesrat und dem Bundesamt für Strassen, Astra, vertritt.

Damit solle verhindert werden, dass das Projekt zu früh abgeblockt wird. «Das Komitee befürchtet nämlich, dass das mit der Machbarkeitsstudie beauftragte Astra versucht, über die Kosten die Idee zu torpedieren und einfach eine billige oberirdische Lösung bevorzugt», heisst es in einer am Donnerstag verschickten Mitteilung.

Einfacher machbar als in Witi

Für Co-Präsident und CVP-Nationalrat Urs Schläfli ist es wichtig, dass auch Bund und Kanton sich endlich klar zum Schutz von Kulturland bekennen. SP-Ständerat Roberto Zanetti betont neben dem Schutz von Kulturland auch den Schutz der Bevölkerung in einem Gebiet, «das von den Emissionen der heutigen Verkehrsflüsse sehr stark betroffen ist».

Das Komitee vergleicht die Forderung nach einem Tunnel im Gäu mit der Untertunnelung der Grenchner Witi. Auch beim Bau der A5 war es möglich, eine solche Lösung zu realisieren. Einen Tunnel im Gäu erachten die Initianten aus bautechnischen Gründen als einfacher realisierbar.

Die Idee, einen Teil der A1 im Gäu unterirdisch zu führen, werde inzwischen von breiten Kreisen aus der Politik, aus dem Naturschutz und der Landwirtschaft unterstützt, so das Komitee weiter. Aber auch lokal, aus den betroffenen Gemeinden sei eine grosse Unterstützung für diese Idee zu verzeichnen. Aufgrund dieser grossen Unterstützung verlangt das Komitee, dass der Regierungsrat des Kantons Solothurn die Forderung weiter aufrecht erhält und sie mit aller Deutlichkeit gegenüber dem Bundesrat und dem Astra vertritt. (szr)