Laupersdorf

Bezahlen die Steuersünder nicht, sollen Namen auf Leinwand projiziert werden

Der Sonnenschein wirkt wie ein Scheinwerfer auf Laupersdorf. Könnte sein, dass bald auch Steuerschuldner im Scheinwerferlicht stehen.

Der Sonnenschein wirkt wie ein Scheinwerfer auf Laupersdorf. Könnte sein, dass bald auch Steuerschuldner im Scheinwerferlicht stehen.

Der Gemeinderat Laupersdorf hat genaue Vorstellungen, wie er renitente Steuerschuldner behandeln will. Machen diese keinen Vorschlag, wie sie die Schulden bezahlen wollen, so soll der Namen an der Gemeindeversammlung an die Wand projiziert werden.

Steuerschulden sind in vielen Gemeinden ein belastendes Thema – auch in Laupersdorf. Wie umgehen mit renitenten Steuerschuldnern? Gemeindepräsident Thomas Schwaller hatte das Thema in die Gemeindepräsidenten-Konferenz Thal eingebracht. Zudem informierte er sich in Egerkingen und Wolfwil, die auch gegen renitente Steuerzahler vorgehen wollen.

Der Gemeinderats-Ausschuss beriet das weitere Vorgehen und schlug dem Gemeinderat nun im Vergleich zu Egerkingen oder Wolfwil ein noch restriktiveres Vorgehen vor: Säumige Steuerzahler sollen bereits beim Betreibungsverfahren erstmals schriftlich aufgefordert, innert zweier Monate einen verbindlichen Vorschlag für die Bezahlung der ausstehenden Gemeindesteuern zu unterbreiten.

Wird kein Vorschlag gemacht, so wird angedroht, den Namen an der nächsten Gemeindeversammlung publik zu machen. Und zwar sollen die Namen der unkooperativen und säumigen Steuerzahler würde mittels Beamer auf eine Leinwand projiziert werden. Dieses geplante Vorgehen wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Intensiver bewirtschaften

Am 26. März 2012 beschloss der Gemeinderat Laupersdorf, sämtliche Verlustscheine der vergangenen rund 40 Jahre der Firma Inkasso Organisation AG in Zug zur Bearbeitung zu übergeben. Derzeit sind insgesamt 46 Inkassofälle in Bearbeitung. Drei Inkassofälle sind mittlerweile abgeschlossen (zwei Personen haben bezahlt, eine Person ist verstorben).

Im Jahr 2012 sind bereits rund 2000 Franken aus früheren Verlustscheinen aus den 1990er-Jahren eingegangen. Die Zusammenarbeit mit der Inkassofirma wird nun noch intensiviert und der Gemeinderat erhofft sich, damit noch mehr Erfolg zu haben.

Ernüchterndes Resultat

Am 16. Mai 2012 hatte der Gemeinderats-Ausschuss gestaffelt eine erste Gruppe von fünf renitenten Steuerzahlern zu einem Gespräch eingeladen. Das Resultat war allerdings ernüchternd, erschienen doch nur gerade zwei Personen. Bei diesem Gespräch hatte die ein Personen versprochen, zwecks Zahlungsvereinbarung beim Gemeindeverwalter vorzusprechen. Doch diese Personen meldetete sich nie auf der Verwalgung. Der Gemeinderats-Ausschuss verzichtete in der Folge darauf, diese Personen nochmals einzuladen. Auch sah er davon ab, eine andere Gruppe von renitenten Steuerzahlern mit zweiter Priorität zu einem Gespräch einzuladen.

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