Balsthal

Bevölkerung zeigte kaum Interesse an Mitwirkung zum Lindenpark

Über den geplanten Lindenpark, das künftige Demenzzentrum, gab es in Balsthal einen Info-Anlass. Das Projekt wurde genauer vorgestellt. Doch nur wenige Interessierte erschienen zur Präsentation.

Am Mittwochabend fand in der Haulismatt im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung eine Informationsveranstaltung zum Lindenpark, dem geplanten Demenzzentrum statt. Dabei ging es um die Erläuterung des Gestaltungsplanes Lindenpark mit Sonderbauvorschriften, sowie um das eigentliche Vorprojekt. Doch nur eine ganz kleine Gruppe von Interessierten wollte sich aus erster Hand darüber schlau machen. Erstaunlich, denn mit dem Bau des Demenzzentrums plant die Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu (GAG) ein zukunftsweisendes Vorhaben.

Für die Anwohner des geplanten Demenzzentrums fand schon vorher eine Informationsveranstaltung statt. Dort erklärte Gesamtprojektleiter Patrick Scarpelli der Firma cctm consulting AG, dass in den Bezirken Thal und Gäu mittelfristig ein Bedarf von 120 Pflegeplätzen bestehe, im Kanton Solothurn ein solcher von 175 Plätzen. In einer ersten Etappe sollen die Gruppengebäude B und C, ein Mehrzweckgebäude A sowie ein oberirdischer Parkplatz D gebaut werden. In einer zweiten Etappe soll anstelle des Parkplatzes das dritte Gruppengebäude D entstehen. Freddy Kreuchi, Ressortleiter Planung im Balsthaler Gemeinderat betonte, dass im Mitwirkungsverfahren Anregungen und Wünsche entgegengenommen würden, Einsprachen aber erst während der öffentlichen Auflage möglich seien.

«Von innen nach aussen»

Georg Lindemann, Vertreter des Verwaltungsrates der GAG, betrachtet den Standort Hunzikerwiese als geeignet für das Demenzzentrum. Das Projekt stosse in Balsthal auf grosse Akzeptanz, wie er festgestellt habe. Darko Stula vom Büro TrinklerStulaAchille Architekten AG referierte über Details der drei geplanten Baukörper, sowie deren Funktionalität. «Wir haben das Projekt von innen nach aussen entwickelt», sagte Stula.

Er verwies auf den grossen Stellenwert der parkähnlichen Umgebung, welche nach dem anzustrebenden Normalitätsprinzip nicht durch einen Zaun oder andere bauliche Massnahmen abgegrenzt werde. Thomas Schneitter, BSB + Partner, Ingenieure und Planer AG, stellte die wichtigsten Elemente des Gestaltungsplanes mit Sonderbauvorschriften vor. Letztere würden zum Beispiel die Vorschriften bezüglich Architektur, Dachgestaltung, Erschliessung und Parkierung regeln. Angepasst werden müsse der Lärmempfindlichkeitsstufenplan, Teil Dorf. Bis Ende August soll die Genehmigung durch den Regierungsrat vorliegen. Die erste Etappe der Anlage soll bis September 2021 bezugsbereit sein.

Weitere Mitwirkung möglich

Freddy Kreuchi machte auf weitere Möglichkeiten der Mitwirkung aufmerksam. Unterlagen zum Gestaltungsplan mit dem Raumplanungsbericht können bis zum 11. Februar auf der Bauverwaltung oder auf der Balsthaler Homepage eingesehen werden. Zudem gibt es am 28. 1. von 17 bis 19 Uhr auf der Gemeindeverwaltung eine Sprechstunde.

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