Oensingen
Beschwerden abgelehnt: Swiss Nutrivalor kann in Oensingen bauen

Die Swiss Nutrivalor AG kann im Bereich Holinden des Industriegebiets Oensingen den geplanten Betrieb für Fleischverarbeitung erstellen. Die Baukommission der Gemeinde Oensingen hat das Baugesuch genehmigt.

Alois Winiger
Merken
Drucken
Teilen
So soll sich das Gebäude in der Industriezone Holinden aus südöstlicher Sicht präsentieren. Vorne verläuft die Südringstrasse.

So soll sich das Gebäude in der Industriezone Holinden aus südöstlicher Sicht präsentieren. Vorne verläuft die Südringstrasse.

Zur Verfügung gestellt

Jetzt steht der Swiss Nutrivalor AG, einem Unternehmen der Centravo Holding, nichts mehr im Weg für den schon seit längerem geplanten Neubau im Bereich Holinden. Das bewilligte Baugesuch liegt vor, wie der Kommunikationsbeauftragte der Firma, Georg O. Herriger mitteilt.

Die Industriezone Holinden in Oensingen mit Swiss Nutrivalor und Bell

Die Industriezone Holinden in Oensingen mit Swiss Nutrivalor und Bell

Google Maps

Entstehen soll ein Betrieb, in dem Schlacht- und Zerlegereiprodukte, die noch lebensmittelfähig sind (z.B. Innereien, Schweinepfoten, Knochen, Fett etc.), tiefgefroren und in jene Länder exportiert werden, in denen die Produkte - im Gegensatz zur Schweiz - gerne auf den Speiseplan genommen werden (wir berichteten mehrfach). Hauptabsatzmarkt wird Osteuropa, Asien und Afrika sein.

Gegen das Projekt von Swiss Nutrivalor waren bei der Gemeinde drei Beschwerden eingegangen (wir berichteten), alle drei wurden abgewiesen und in der Folge aber nicht weitergezogen. Somit ist die Baugenehmigung rechtskräftig.

Langer Weg

«Wir sind wirklich sehr erleichtert, dass nun keine Hürde mehr im Weg steht», berichtet Herriger mit Blick auf das recht lange Verfahren, das seit der Lancierung des Projekts zu bewältigen war. Die ersten Hürden entstanden, als Anfang 2012 bekannt geworden war, dass Swiss Nutrivalor in der Holinden ein 20 000 Quadratmeter grosses Areal erworben hat und, dass auch die Firma Bell in der Holinden Ausbaupläne hegt.

Um den betroffenen Bereich zu erschliessen, war ein Gestaltungsplan und der Ausbau der Südringstrasse nötig. Dagegen erwuchs Widerstand. Ferner musste Nutrivalor nicht vorgesehene Auflagen vonseiten der Gemeinde erfüllen.

«Nun ist es unser Wunsch, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können, damit Ende nächsten Jahres der Betrieb laufen kann», sagt Herriger. Die Konkurrenz im Ausland sei aktiv und handle sehr schnell. Rund 20 Millionen Franken wird der Bau kosten, für den Betrieb werden voraussichtlich 36 Personen angestellt.