Wenn die Feuerwehr von den Leuten gerufen wird, kommt sie. Bei Hauptübungen ist dies umgekehrt. Wenn die Feuerwehr ruft, kommen die Leute. So folgten rund 80 Erwachsene und Kinder der Einladung der Feuerwehr Laupersdorf zur Hauptübung. Laupersdorfs Gemeindepräsident Edgar Kupper sowie Urs Meier und Christian Born vom Bezirksfeuerwehrverband Thal waren ebenfalls anwesend. Während anderthalb Stunden präsentierte die Ortsfeuerwehr unter dem Motto «Bereit für die Zukunft» das neue Tanklöschfahrzeug (TLF). Es wurde zudem die Arbeit der Herznotfallgruppe und das Löschen von Kleinbränden demonstriert.

Platz für fünf Feuerwehrleute

Das neue TLF steht der Feuerwehr Laupersdorf seit Februar zur Verfügung und es wurde am Brunnenfest der Bevölkerung präsentiert. Offizier und Fahrzeugchef Roger Probst stellte dem Publikum die vielfältige Einsatzbereitschaft dieses Fahrzeuges vor. In der geräumigen Fahrzeugkabine finden neben dem Fahrer und dem Einsatzleiter vier weitere Feuerwehr-Angehörige Platz. Der Wassertank fasst 1200 Liter, was für einen so genannten Schnellangriff gegen Feuer ausreicht. Auf grosses Interesse stiess die besondere Ausrüstung des TLF.

So ist das Fahrzeug unter anderem mit Feuerlöschern, Atemschutzgeräten, Wärmebildkamera, Schiebeleiter mit Stützen, Teleskopleiter, und einer Motorsäge ausgerüstet. Mit einem Schnellangriff ab TLF präsentierte ein Trupp eindrücklich die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges. Oberleutnant Stefan Roth stellte anschliessend die Kleinlöschgeräte wie Eimerspritze, Löschdecke oder Handfeuerlöscher näher vor. «Über eine Löschdecke sollte jeder Haushalt verfügen», mahnte er, was die wirksame Bekämpfung eines Brandes in einer Pfanne sofort anschaulich bewies. Eindrücklich wurde demonstriert, dass es keine gute Idee wäre, diesen Brand mit Wasser zu löschen. Leutnant Reto Dummermuth stellte dann dem Publikum den Einsatz der Herznotfallgruppe vor.

Dies läuft in der Regel folgendermassen ab: Nach der Alarmierung trifft die Gruppe rasch beim Patienten ein und beginnt sofort mit der Reanimation. Auch der Defibrillator wird dabei eingesetzt. Später übernehmen dann die Sanitäter der eingetroffenen Ambulanz. Bei einem Herznotfall spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle und die Mitglieder der Herznotfallgruppe können sehr rasch beim Patienten sein. Kommandant Christian Stark präsentierte dem Publikum die anspruchsvolle Aus- und Weiterbildung bei der Feuerwehr. «So kommt ein Mitglied der Feuerwehr auf 896 Stunden Ausbildungszeit, ein Gruppenführer auf 1178 Stunden, ein Offizier auf 1450 Stunden und ein Kommandant gar auf 1602 Stunden», erklärte Stark.

Kommandant legt Amt nieder

Die Feuerwehr Laupersdorf hat derzeit einen Bestand von 35 Personen, dazu kommen drei Personen für die Herznotfallgruppe des Samaritervereins. Zwei Feuerwehrmänner konnten zudem neu rekrutiert werden.

Kommandant Christian Stark beförderte Joel Ackermann, Stefan Brunner, Samuel Bussmann und Michael Meier zu Gefreiten, Adrian Dummermuth zum Wachtmeister und Reto Dummermuth zum Oberleutnant. Der ehemalige Offizier Manfred Schaad möchte Ende des Jahres 2018 sich aus der Herznotfallgruppe verabschieden. Der Kommandant selbst gab bekannt, dass er Ende des Jahres 2019 das Kommando der Feuerwehr Laupersdorf abgeben möchte. Sein designierter Nachfolger ist Reto Dummermuth, der im kommenden Jahr den Kommandantenkurs absolvieren wird.