Keramikmuseum Matzendorf
Bei Keramikstücken zählt der emotionale Wert

Das Keramikmuseum Matzendorf bot am internationalen Museumstag einen besonderen Service an. Museumsbesucher konnten ihre Keramikstücke mitbringen und von der Expertin prüfen lassen.

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Mit kritischem Blick beurteilte Beatrice Stettler (r.) die von einer Besucherin mitgebrachten Stücke.

Mit kritischem Blick beurteilte Beatrice Stettler (r.) die von einer Besucherin mitgebrachten Stücke.

Walter Schmid

Mit Kennerblick prüfte Beatrice Stettler vom Auktionshaus Stuker in Bern die unterschiedlichsten Stücke, welche die Museumsbesucher mitgebracht hatten: Teller, Platten, Schalen, Töpfe, Vasen. Dieses Angebot des Keramikmuseums Matzendorf wurde denn auch rege benutzt, die Expertin konnte sich nicht über Arbeit beklagen.

«Die Herkunft der einzelnen Stücke ist meist schwierig festzustellen, wenn jeglicher Hinweis fehlt», stellte Beatrice Stettler fest. Da lasse sich meist nur das Alter bestimmen, mindestens das Jahrhundert, aus dem das Stück stamme. So könnte eine beurteilte Schale aus Bonfol stammen. Ein Teller trägt die Prägung «Kohler Biel Céramique Suisse». Die Schale mit Deckel besteche durch die kunstvolle Bemalung. Der Wert der kostbaren Stücke lasse sich meist nicht in Franken beziffern, wichtiger seien die Beziehung dazu und der emotionale Wert, den er für die Besitzer darstelle.

Keramik und Fayence kaum gefragt

Der Handel mit entsprechenden Gegenständen sei gegenwärtig recht schwierig, die Nachfrage halte sich in Grenzen, stellte Beatrice Stettler fest. Offenbar passen die kunstvollen Stücke nicht mehr in die modernen Wohnungen. (wsw)