Holderbank
Bei Grünabfuhr lieber Verursacherprinzip als Pauschale

Die Gemeindeversammlung von Holderbank genehmigte das neue System der Grünabfuhr und den positiven Rechnungsabschluss 2014.

Peter Wetzel
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Grüngut und die biogenen Küchenabfälle werden künftig am gleichen Ort wie der Hauskehricht abgeholt.

Grüngut und die biogenen Küchenabfälle werden künftig am gleichen Ort wie der Hauskehricht abgeholt.

Hanspeter Bärtschi

39 Holderbanker Stimmberechtigte stimmten an der von Gemeindepräsident Urs Hubler geleiteten Rechnungsgemeindeversammlung allen Anträgen des Gemeinderates zu. Bei der Neuregelung der Grünabfuhr standen zwei Varianten zur Diskussion. Bei der ersten Variante stand das Verursacherprinzip im Vordergrund. Nach dem werden das Grüngut und die biogenen Küchenabfälle am gleichen Ort wie der Hauskehricht abgeholt.

Dazu müssen aber entweder 240-Liter-Container (58 Franken) oder 660-Liter-Container (550 Franken) angeschafft werden. Beim kleineren Container beträgt der Preis für die Jahresvignette 185 Franken, für eine Einzelvignette Fr. 9.50. Für den 660-Liter-Container werden für die Jahresvignette 590 Franken und für die Einzelvignette 30 Franken verlangt. Bei Annahme der zweiten Variante wäre die zentrale Sammelstelle geblieben und man hätte pro Haushalt eine jährliche Kehrichtgebühr (nur für Grüngut) von rund 60 Franken verrechnet. Mit grossem Mehr gegen vier Gegenstimmen wurde das Verursacherprinzip einer Pauschale vorgezogen. Der Häckseldienst kann weiterhin in Anspruch genommen werden.

320 000 Franken aus Spezial- finanzierungen entnommen

Urs Hubler und Monika Probst von der BDO AG erläuterten die Jahresrechnung 2014. Diese weist bei Bruttoerträgen von 4,262 Mio. Franken und Bruttoaufwänden von 3,634 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von 628 313 Franken aus. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 64 160 Franken. Der diesjährige Ertragsüberschuss soll dem bestehenden Bilanzfehlbetrag gutgeschrieben werden. Dieser kann somit auf 633 275 Franken reduziert werden. Das gute Ergebnis konnte unter anderem erreicht werden, weil aus den Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser 320 000 Franken entnommen wurden und bei den Steuern Mehreinnahmen von 180 000 Franken eingingen.

In der Investitionsrechnung 2014 waren insgesamt Nettoinvestitionen von 115 000 Franken vorgesehen. Diese schliesst aber mit Ausgaben von 40 535 Franken und Einnahmen von 42 871 mit einer Nettoinvestitionsabnahme von 2336 Franken ab, was einer Abweichung von minus 117 336 Franken entspricht. Diese Abweichung erklärt sich dadurch, dass noch nicht alle budgetierten Positionen ausgeführt worden sind. Mit grossem Mehr wurde der Rechnung 2014 zugestimmt.

Kompetenz erteilt: Gemeinderat darf Land verkaufen

Das Grundstück 646 der Gemeinde (Schulareal, Schulhaus, Turnhalle, Garage) befindet sich in der Zone für öffentliche Bauten. Nur eine Parzelle beim sogenannten Brüggli ist als Bauzone ausgeschieden. Für dieses Grundstück (6 bis 7 Aren) gibt es Kaufinteressenten. Vor einem Verkauf muss es von der Gemeindeversammlung mit einem Beschluss vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umgelagert werden. Einstimmig erteilten die Stimmberechtigten dem Gemeinderat die Kompetenz für Verkaufsverhandlungen sowie die Bewilligung zur Abparzellierung des Grundstückes.

Im Zusammenhang mit der «Sanierung Finanzhaushalt der Gemeinde Holderbank» orientierte der Gemeindepräsident über bereits ausgeführte und laufende Sanierungsmassnahmen. Verschiedene Gruppen seien in den Bereichen Feuerwehr/Bevölkerungsschutz, Werkhof/Verwaltung, Schule und Finanzen im Einsatz. Am 24. September sei eine Infoveranstaltung geplant, bei der es um das Thema «Schule» gehen wird. Zur Zeit sei man mit Balsthal über eine Lösung im Gespräch. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Oktober geht es um die Aufnahme einer Bestimmung über eine Defizitbremse in die Gemeindeordnung, um die Zukunft der gemeindeeigenen Liegenschaft in Grenchen (Marcel-Bader-Fonds).

Nicht viel zu reden gab die Genehmigung des revidierten Feuerwehrreglementes. Wesentlichste Änderung war die Verlängerung der Dienstdauer vom vollendeten 21. Altersjahr bis (neu) zum vollendeten 45. Altersjahr. Dienstaltersehrungen der Gemeinde durften entgegennehmen: Margrit Born (25 Jahre Gemeindekanzlistin) und Martin Bader (10 Jahre Gemeindeangestellter).

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