Thal
Baureifes Projekt für Umfahrung Klus soll bis 2018 abgeschlossen sein

Geplant, verworfen, wieder geplant und nie umgesetzt: Für FDP-Kantonsrätin Karin Büttler ist die Umfahrung Klus ein Trauerspiel. «Ist das Thal im Kanton Solothurn bereits inexistent?», fragte sie nun die Regierung.

Lucien Fluri
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Verkehr in Balsthal

Verkehr in Balsthal

Hanspeter Bärtschi

Die Solothurner Regierung nennt konkrete Daten, wie es mit der Umfahrung Klus weitergehen soll: Noch diesen Herbst will sie das überarbeitete Vorprojekt abgeschlossen haben, 2018 soll das Projekt baureif sein.

Dies geht aus einer Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrätin Karin Büttler (FDP, Laupersdorf) hervor. Sie fragte mit Blick auf die seit 1995 andauernden, aber nie umgesetzten Planungen, ob das Thal für die Regierung inexistent sei.

Regierung nutzt Angriff

Die Regierung hat Büttlers Angriff in einen Steilpass umgewandelt und den Vorstoss genutzt, um aufzulisten, was sie für das Thal tut. Gar nicht gefallen lassen will sich die Regierung Büttlers Vorwurf, Unternehmen seien wegen der fehlenden Umfahrung weggezogen. Laut dem Bundesamt für Statistik gab es 2006 4600 Arbeitsplätze im Thal.

Bis 2011 seien die Stellen gemäss der provisorischen Auswertung der Betriebszählung auf 5357 angestiegen. Zudem hält der Kanton fest, dass er mit der Genehmigung der Regionalen Arbeitsplatzzone Thal bereits bekundet habe, die Neuansiedlung von Unternehmen an guter Lage erleichtern zu wollen.

Weiter listet die Regierung auf, dass 150 000 Franken aus der Neuen Regionalpolitik ins Projekt «Die Wirtschaft im Leitbild der Region Thal» fliessen würden, um zu planen, wie sich die Region in den nächsten zwei Jahrzehnten als Wirtschaftsraum entwickeln soll. Und ebenso flössen 160000 Franken ans Projekt «Via Surprise», das Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten zwischen Basel und Solothurn mittels Wanderrouten verknüpfen soll.

Weiter soll der öffentliche Verkehr verbessert werden. So soll der Bus an neuralgischen Knoten bevorzugt werden, Taktverdichtungen seien zu prüfen. Es kann also auch hier wieder geplant werden.