Balsthal
Baumängel führten zu Wasserschäden im Freibad Moos

Im Freibad Moos in Balsthal müssen die Rückwände der Duschräume nach nur sechs Jahre bereits saniert werden.

Peter Wetzel
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In den Duschräumen der Badi Moos wurden nach Beendigung der Badesaison 2016 erste Spuren entdeckt, die auf einen Wasserschaden hindeuteten.

In den Duschräumen der Badi Moos wurden nach Beendigung der Badesaison 2016 erste Spuren entdeckt, die auf einen Wasserschaden hindeuteten.

Bruno Kissling

Bei der Ausserbetriebnahme des Freibades Moos nach der Sommersaison 2016 stellten die Badangestellten in den Duschräumen nasse Stellen mit Flecken fest. Der Schaden wurde der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft gemeldet.

Bei einer von der Mobiliar einberufenen Besichtigung der Schadstellen waren nebst Gemeindeverantwortlichen auch ein Vertreter der MBJ Bauphysik+Akustik AG (Kirchberg) als Gutachter sowie ein Vertreter einer spezialisierten Firma anwesend. Eine erste Untersuchung mit einer Sonde in der Rückwand der Duschen ergab ein düsteres Bild.

Die Versicherung verlangte weitere Abklärungen und wollte wissen, ob eine fehlerhafte Baukonstruktion oder mangelnde Sorgfaltspflicht seitens der Spezialkommission, der Bauleitung oder der Handwerker vorliegen würde.

Versicherung zeigt sich kulant

Im Gutachten der MBJ Bauphysik+Akustik AG heisst es unmissverständlich: «Es kann zweifellos festgehalten werden, dass es sich beim vorliegenden Schadenfall um eine fehlerhafte Baukonstruktion handelt.»

Die Handwerker können nach einer Frist von fünf Jahren nach Erstellung der Arbeiten nicht mehr haftbar gemacht werden. Die Bauabnahme für die mit 4,6 Mio. Franken komplett sanierte Badi war im November 2011 erfolgt. Die erwähnten Schäden wurden rund drei Monate nach Ablauf der fünfjährigen Frist entdeckt.

Die Mobiliar erklärt sich ausnahmsweise bereit, die Schadenkosten von 26 000 Franken zu übernehmen. Sie hält aber fest, dass weitere Schäden aufgrund der fehlerhaften Baukonstruktion in den Nasszellen von einer Schadendeckung ausgeschlossen werden. Der Rat beschloss, eine Gruppe des Gemeinderates soll mit allen Beteiligten an den runden Tisch sitzen, um das Problem zu besprechen und zu bereinigen. Das Büro E. Cessotto (Balsthal) wurde beauftragt, einen verbindlichen Kostenvoranschlag auszuarbeiten sowie die Planung und Bauleitung der Schadenbehebung zu übernehmen.

Swisscom treibt Netzausbau voran

Thomas Seitz und Ralf Gugelmann von der Swisscom AG informierten den Gemeinderat über den geplanten Bau des Ultrabreitbandnetzes in Balsthal. Das anhaltende Datenwachstum im Fest- und Mobilfunk werde getrieben von realen Bedürfnissen wie zum Beispiel hochauflösende Videos oder dem Teleworking, sagte Seitz.

Die Swisscom beschleunige deshalb den Netzausbau in allen Regionen der Schweiz, davon würde in den kommenden Jahren jede Schweizer Gemeinde profitieren können. In der Gemeinde Balsthal sind die Technologien «Fibre to the Street» (FTTS), bei der Glasfasern bis rund 200 Meter vor das Gebäude gebaut werden, vorgesehen. Grössere Liegenschaften werden bis ins Gebäude mit Glasfaserkabel erschlossen (FTTB). Beide Referenten betonten, dass für die restliche Strecke bis in die Wohnungen und Geschäfte das bestehende Kupferkabel zum Einsatz komme.

Der Netzausbau in Balsthal werde durch die Firma Cablex, dem Netzbaupartner von Swisscom AG, ausgeführt. Zuerst würden Werklöcher ausgegraben und umgebaut, damit die Glasfaserkabel eingezogen werden können. Zudem werden Mini-Quartierverteiler in den Schächten verbaut, welche via Glasfaser mit der Zentrale verbunden werden. Vom neuen ultraschnellen Internet können die ersten Einwohner von Balsthal voraussichtlich bereits im dritten Quartal 2018 profitieren. Die freie Anbieterwahl sei natürlich jederzeit gewährleistet, wurde festgehalten.

Wie weiter mit den Kindergärten?

An der Budgetgemeindeversammlung vom 10. Dezember 2016 wurde in Balsthal Nichteintreten auf das Traktandum «Neubau Kindergarten Rainfeld, Investitionskredit von 3 Mio. Franken» beschlossen.

Die Spezialkommission Schulraumplanung soll nun auf Vorschlag der Fachkommission Bildung wieder aktiviert werden. Ihr gehören an: Thomas Fluri, Georg Rütti, Fabian Müller, André Schaad, Fabian Spring, Urs Ackermann und Kuno Flury. Es sollen zwei Varianten ausgearbeitet werden: Sanierung der Kindergärten Rainfeld und Mühlefeld sowie Neubau eines Kindergartens für vier Abteilungen.

Weiter hat die Spezialkommission die Standortfrage zu klären und die Weiterverwendung der beiden Kindergärten aufzuzeigen, falls ein Neubau beschlossen wird. Das Geschäft «Kindergarten» soll nach Möglichkeit der Rechnungsgemeindeversammlung vom 12. Juni 2017 vorgelegt werden können. Der Gemeinderat beschloss für den Beizug von Fachleuten einen Projektierungskredit von 18 000 Franken. (pwb)

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