Trockenheit
Bauern dürfen Wasser nur noch eingeschränkt aus Dünnern abpumpen

Die anhaltende Trockenheit zwingt den Kanton Solothurn dazu, erste Einschränkungen für Wasserentnahmen aus Flüssen und Bächen durchzusetzen. Diese gelten ab Freitag für die Dünnern und ihre Zuflüsse und Ableitungen.

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Eine Flusswasserpumpstation zur Entnahme von Dünnernwasser im Gäu.

Eine Flusswasserpumpstation zur Entnahme von Dünnernwasser im Gäu.

Photographer: Hansruedi Aeschbac

Eine Einschränkung der Wasserentnahme zeichnete sich schon vor Wochen ab. Nun wird sie Tatsache.

Weil die Dünnern täglich weniger Wasser führt und gemäss den aktuellen Wetterprognosen keine anhaltenden Niederschläge zu erwarten sind, handelt der Kanton. «Die Entnahmen aus der Dünnern und ihren Zuflüssen und Ableitungen (Augstbach, Mümliswilerbach, Mittelgäubach) werden eingeschränkt», teilt die Solothurner Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Das Amt für Umwelt habe Kontakt zu den betroffenen zehn Landwirten und dem solothurnischen Bauernverband aufgenommen und ein reduziertes Entnahmeregime eingeführt. Dieses gilt ab Freitag, 7. August 2015.

Ohne Bewilligung darf laut Kanton auch mit Druckfässern kein Wasser aus diesen Bächen entnommen werden.

Für den ganzen Kanton gilt, dass bei Trockenheit nur zwischen 20 und 10 Uhr bewässert werden darf.

Die Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen sind generell auf ein Minimum zu beschränken.

Bereits im Trockenjahr 2011 musste das Amt für Umwelt ein reduziertes Entnahmeregime aussprechen. Welcher Landwirt wann Wasser beziehen kann, wurde damals per Doodle organisiert. So wird es auch dieses Jahr ablaufen.

Aus der Dünnern dürfen laut Gabriel Zenklusen, Leiter Abteilung Wasserbau, nur zwei Bauern gleichzeitig Wasser entnehmen. Bei den anderen Bächen ist es ein Bauer, der jeweils abpumpen darf. (ldu)