Niederbuchsiten
Bauer Albin und die Bauchtänzerinnen – eine Bauernkomödie mit orientalischen Tendenzen

Die Theatergesellschaft studiert eine Bauernkomödie ein, die orientalische Tendenzen aufweist. Ab Mitte November kommen die Theaterfreunde in Niederbuchsiten in den Genuss der Aufführungen.

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Studieren die Bauernkomödie ein: (hinten von links): Gilbert Studer, Monika von Arx, Roland Vogt, Katrin Nützi, Bruno Zeltner und Doris Vogt; (vorne von links) Stefanie Geiser, Markus von Arx, Petra Heim, Ingrid Scheidegger und Katrin Hafi.

Studieren die Bauernkomödie ein: (hinten von links): Gilbert Studer, Monika von Arx, Roland Vogt, Katrin Nützi, Bruno Zeltner und Doris Vogt; (vorne von links) Stefanie Geiser, Markus von Arx, Petra Heim, Ingrid Scheidegger und Katrin Hafi.

zvg

Dieses Jahr kommen die Theaterfreunde in Niederbuchsiten wieder in den Genuss einer Aufführung. Ab Mitte November bringt die Theatergesellschaft Niederbuchsiten (TGN) das Stück «Potz 1000 und die einti Nacht» auf die Bühne. Ein Schwank in 3 Akten.
Sofie und Rosa gewinnen im Stück «Potz 1000 und die einti Nacht» eine Reise nach Abu Dhabi. Die Frauen können diese aber gar nicht antreten, da die beiden keine gültigen Reisedokumente haben. Damit die Reise nicht verfällt, wollen sie ihre Männer, Albin und Emil, in den Orient schicken.

«Potz 1000 und die einti Nacht»

Premiere 17. November, Aufführungen 21., 23. Und 24. November, jeweils 20 Uhr. Fr. und Sa. Türöffnung und Festwirtschaft ab 18 Uhr. Anschliessend Barbetrieb. Mi Türöffnung um 19 Uhr. Weitere Infos und Online-Platzreservationen unter www.tgn.ch

Die beiden Bauern zieren sich anfangs – nur gewiefte Taktik, wie sich später herausstellt –, fliegen aber trotzdem und geniessen den Aufenthalt in Abu Dhabi, mehr als ihre Frauen ihnen zugestehen würden. Was Albin und Emil nach der Rückkehr über ihren Aufenthalt erzählen, stimmt nicht immer mit der Wahrheit überein. Und als die Bauchtänzerinnen Fatima und Suleika plötzlich bei ihnen auftauchen, haben die beiden Männer ein echtes Problem.

Theater an Akteure angepasst

«Potz 1000 und die einti Nacht» von Jeanette Robia-Züger und Hansueli Züger verspricht, die Lachmuskeln der Zuschauer gehörig zu beanspruchen. Genau das sei das Ziel, erklärt Bruno Zeltner. Er ist Regisseur und spielt gleichzeitig einen Part. «Wir wollen die Leute unterhalten, eine spannende und lustige Geschichte erzählen», erklärt er. Einige Szenen hat er umgeschrieben oder rausgestrichen, um mehr Tempo und Spannung reinzubringen. «Die Rollen müssen gut zu den Darstellern passen, sonst funktioniert es nicht», weiss er dank seiner langjährigen Regieerfahrung bei der TGN.

Dieses Jahr sei aber die Regieführung eine besondere Herausforderung. «Das Stück ist schwierig zu spielen», erklärt er. Die Tanzszenen der Bauchtänzerinnen seien nur ein Beispiel dafür. Dann hat Zeltner selbst eine «grosse Rolle» – er spielt den Bauer Albin. «Und wir haben drei Neulinge ohne Bühnenerfahrung.» Auch wer nichts mit Theater am Hut hat, kann sich gut vorstellen, welch ein Aufwand für ein Laientheater hinter einer solchen Aufführung steckt.

Die Arbeit beginnt mit der Auswahl des Stücks, Rollenbesetzung und Terminierung der Proben und Aufführungen. Es finden Leseproben statt, Proben auf der Bühne, die Kostüme kommen hinzu, aber auch mit Licht und Musik muss alles stimmen, bis zur Hauptprobe und den Aufführungen selbst. Zudem muss das Bühnenbild entworfen und umgesetzt werden.

Auch hinter den Kulissen läuft einiges: Das OK unter der Leitung von Monika Häfeli kümmert sich um Werbung, Sponsoring, Ticketverkauf, sowie um das kulinarische Wohl der Besucher vor und nach den Aufführungen.

Zeltner: «Ich bin sehr fordernd»

Seit April proben die Schauspieler der TGN zweimal pro Woche. Bruno Zeltner ist froh, um die vielen Proben. «Ich bin sehr fordernd», sagt er und schmunzelt. Es macht ihm nichts aus, Dinge zwanzig mal oder mehr zu wiederholen. Ihm ist nach eigenen Angaben wichtig, dass alle Teilnehmenden das Beste aus sich herausholen. «Jeder soll nach der Premiere mit sich und den Reaktionen des Publikums zufrieden sein. Das ist unser Ziel», fasst Zeltner zusammen. Und was hat es eigentlich mit den 3 1/8 Akten auf sich? Es handle sich dabei um einen 3-Akter, der um eine 1/8-Schlaufe ergänzt wird, erklärt Zeltner. Mehr soll hier nicht verraten werden.