Jedes Jahr führt der Zivilschutz Baselstadt einen mehrwöchigen praktischen Ausbildungseinsatz durch. In diesem Jahr findet der WK in Mümliswil-Ramiswil und der angrenzenden Gemeinde Beinwil statt. Als flächenmässig grösste Gemeinden des Kantons Solothurn besteht hier Unterhalts- und Sanierungsbedarf an öffentlichen Gewässern und Möglichkeiten Mann und Material sinnvoll zu beüben.

Bachsperren sanierungsbedürftig

Peter Huber, Chef kantonaler Zivilschutz reagierte sofort, als 2012 von Basel die Anfrage eintraf, ob in der Region Bedarf an einem Zivilschutzeinsatz bestehe; und die beiden Gemeinden um den Passwang sagten nur allzu gerne dem Ansinnen zu. Zwischenzeitlich wurden die Vorarbeiten bis zum Einsatzbefehl vorangetrieben. Während der Zeit vom 25. August bis 19. September werden also pro Woche rund 80 Zivilschützer für die kommunalen Projekte zur Verfügung stehen.

Alleine im Guldental sind 16 Arbeitsplätze festgelegt worden. Darunter auch die im Budget vorgesehene Sanierung der Bachsperre im Winterigraben. Hier stürzte der Bach bis ins Jahr 1985 ungebremst zu Tale und verursachte regelmässig Flurschäden.

Die aufwendig erstellten Sperren und Kunstbauten schufen seit dann Abhilfe. Seither wurde der ordentliche Unterhalt betrieben; aber die Holzkonstruktionen sind nun durchgefault und müssen unbedingt ersetzt werden. Angesichts des steilen Geländes eine grosse Herausforderung für die Basler Zivis und den Baggerführer. Ferner sind der Güggellochgraben und der Gennetengraben in der Planung enthalten.

Letzterer weist ebenfalls einen enormen Sanierungsbedarf auf. Ebenfalls wird im Rahmen dieses WKs der letzten Winter gesperrte Felsenweg mit neuen Sicherungsseilen und Geländern ausgerüstet, die durch Steinschlag zerstört wurden.

Die eigentlichen Baumeisterarbeiten erfolgen durch eine örtliche Bauunternehmung und der Einbau der Holzsperren wird von der Forstbetriebsgemeinschaft begleitet. Dabei achtet man darauf, dass das notwendige Holz nicht zugeführt werden muss, sondern direkt vor Ort gefällt werden kann. Insgesamt werden rund 6200 Arbeitsstunden geleistet.

Der Gemeinde entstehen durch den Einsatz Bruttokosten von 145 000 Franken. Wobei 90 000 Franken für den Winterigraben bereits budgetiert sind. Ebenfalls wird der veranschlagte Unterhaltskredit für den Gewässerunterhalt beigezogen. Die Vorbereitungen liefen in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Stellen.

Gedenkanlass für Opfer

Der Gemeinderat hat im weiteren davon Kenntnis genommen, dass ein Entscheid über den Umzug der Gemeindeverwaltung auf die nächste Sitzung verschoben wird. Aufgrund der emotionalen Opposition an der Gemeindeversammlung werden nun die Kosten für die notwendige Sanierung des Gemeindehauses (inklusiv Lifteinbau) detailliert erhoben und die Umzugskosten als Vergleich weiter verfeinert;

der Vereinbarung einer externen Schulevaluation (ESE) im Jahr 2015 zugestimmt. Durch die Einführung der geleiteten Schulen wurden die Schulinspektorate aufgehoben und es gab eine Kompetenzenverschiebung hin zu den Schulleitungen. Ebenfalls wird die Lehrerbeurteilung seit dem durch die Schulleitung vorgenommen. Die ESE dient sowohl dem Volksschulamt wie auch der Aufsichtsbehörde (Einwohnergemeinde) als wichtige Datenlieferantin und Steuerungsinstrument;

dem Bruttokredit von 97 400 Franken für die Verlegung der Abwasserleitung im Bereich des ehemaligen Restaurant Limmernschlucht zugestimmt. Die Verlegung ist notwendig, weil auf dem Areal ein neues Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen entstehen wird. Im Gegenzug ist mit Anschlussgebühren von rund 85 000 Franken zu rechnen. Die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, bei Bauvorhaben ihre Werke zu verlegen;

der Gründung eines Organisationskomitees «100 Jahre Explosionskatastrophe Kammfabrik» zugestimmt. Am 30. September 2015 soll der 32 Todesopfer, die bei der Explosion ums Leben kamen gedacht werden. Schweizweit handelt es sich um eine der grössten Tragödien, die sich je in einem Industriebetrieb ereignete. Der Vorfall hatte entsprechende Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit. Die Federführung des Gedenkanlasses liegt bei der Einwohnergemeinde. Vorgesehen sind eine Sonderausstellung im Museum Haarundkamm, eine offizielle Feier sowie ein Konzert mit dem Classionata Symphonie Orchester unter der Leitung von Andreas Spörri.