Egerkingen
Bartholdi: «Gemeinderat entscheidet am Freitagabend, wie es weiter geht»

Relativ gelassen nimmt die Egerkinger Gemeindepräsidenton Johanna Bartholdi das Urteil des Verwaltungsgerichts zur Kenntnis. «Das war so zu erwarten», so die 62-Jährige.

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Johanna Bartholdi

Johanna Bartholdi

Erwin von Arb

Wie die Gemeinde Egerkingen nach der Ablehnung der 69 Einsprachen gegen das vom Kanton eingereichte Umnutzungsgesuch für die Fridau als Asylzentrum weiter verfahren wird, sei noch offen. Vom Weiterzug ans Bundesgericht bis hin zum Akzeptieren des Urteils sei alles möglich. Bartholdi: «Den Entscheid, wie es in dieser Sache weitergeht, wird der Gemeinderat gemeinsam als Gremium treffen.»

Das sei nach einem ersten Gespräch nach Bekanntwerden des Urteils des Verwaltungsgerichts vereinbart worden. Gemäss Bartholdi wird sich der Gemeinderat am Freitagabend zu einer Sitzung treffen. «Etwa um 19 Uhr werden wir unseren Beschluss kommunizieren», kündigt die Gemeindepräsidentin an.

Ob sich der Gemeinderat bei der Beratung des Urteils vom Notstand beeinflussen lässt, in welchem sich der Kanton bei der Unterbringung von Asylsuchenden derzeit befindet, will Bartholdi nicht kommentieren. Sie verweist vielmehr auf die Verpflichtung, welche die Gemeinde gegenüber der besorgten Bevölkerung habe. Beim Studium des Verwaltungsgerichtsurteils hat die Gemeindepräsidentin denn auch Punkte gefunden, welche eine Prüfung durch das Bundesgericht durchaus rechtfertigen würden, wie sie dazu bemerkt. «Nicht alles in der Urteilbegründung des Verwaltungsgerichts ist nachvollziehbar», sagt Bartholdi, ohne konkret zu werden.

Positiv aufgefallen sei ihr indessen, dass in den Akten schriftlich festgehalten wurde, dass die Fridau maximal drei Jahre als Asylzentrum genutzt werden dürfe. «Das wäre immerhin ein Lichtblick, wenn es denn wirklich so weit kommen sollte.» (eva)