An der blauen Tür prangert seit Montagabend ein mit Klebeband befestigtes Schild: «Die Kult-Bar ist bis auf weiteres geschlossen», steht drauf. Die Tür ist zusätzlich mit einem Polizeisiegel zugeklebt. Hier darf derzeit niemand rein. 

Im Dorf brodelte es gewaltig in der Gerüchteküche. Gar von einer Razzia war die Rede. Augenzeugen, die den Polizeieinsatz mitbekommen haben, wollen gesehen haben, wie Inventar aus dem Lokal getragen wurde.

Was ist passiert? Der Gemeindepräsident weiss, weshalb die blaue Tür versiegelt und die Bar geschlossen ist. «Der Pächter der Kult-Bar ist verstorben», sagt Roland Stampfli auf Anfrage. 

Viele Gründe für Versiegelung

Den Todesfall kann die Polizei aus Personenschutzgründen nicht bestätigten. Es sei jedoch niemand in der Kult-Bar gestorben, sagt Melanie Schmid, Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn. Auch sei in den Räumlichkeiten kein Delikt geschehen.

Eine Versiegelung könne grundsätzlich viele Gründe haben, erklärt Schmid. Es sei ein Standartvorgehen bei verschiedenen Ereignissen, wie zum Beispiel bei aussergewöhnlichen Todesfällen oder Einbrüchen. «Hinter einer Versiegelung muss kein Delikt stehen.» Auch Inventurbeamte würden Räume versiegeln, so Schmid. Oft sei es eine Vorsichtsmassnahme oder geschehe im Zusammenhang mit der Spurensicherung. (ldu)