Ende Januar wurde beschlossen, im sogenannten Turmzimmer (oberstes Schulzimmer) des Rainfeldschulhauses eine weitere 5./6. Primarschulklasse für maximal zwei Jahre zu führen. In diesem Zimmer wird zurzeit eine 4. Klasse geführt.

Das Thema «Schaffung von Schulraum» stand an der letzten Sitzung des Einwohnergemeinderates erneut auf der Traktandenliste, wurde aber zurückgestellt, weil man sich an der demnächst stattfindenden Klausurtagung unter anderem mit dieser Problematik auseinandersetzen will.

Die Schulverantwortlichen (Ressortleiter Bildung, Fachkommission Bildung, Gesamtschulleiter) schlagen dem Gemeinderat die Schaffung einer Spezialkommission vor. Diese habe den kurz- und mittelfristigen Bedarf an Schulraum zu erheben, Lösungsvarianten zu erarbeiten und die finanziellen Folgen aufzuzeigen.

Die Klassengrössen in Balsthal liegen weit über den anzustrebenden kantonalen Vorgaben von 20 Kindern pro Abteilung. Mittelfristig sei damit zu rechnen, dass pro Stufe eine weitere Parallelklasse geführt werden muss. Weitere Schulräume seien deshalb dringend nötig.

Die Schulhäuser und Kindergärten seien aber randvoll, steht in einem Bericht des Gesamtschulleiters. Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Zukunft der Kindergärten Rainweg und Mühlefeld sowie das Begehren der Kreisschule Thal auf ebenfalls zusätzliche Räume in die Überlegungen mit einzubeziehen seien.

FDP wollte Zeichen setzen

Seit Ende Februar wurden infolge Familiennachzugs zweier eritreischer Familien acht Kinder in den Kindergarten und in die sechs Primarklassen eingeschult. Bei diesen Menschen handelt es sich nicht um Asylsuchende, sondern um vorläufig Aufgenommene.

Es wurde als sinnvoll erachtet, den Deutsch als Zweitsprache-Unterricht (DaZ) bis zu den Sommerferien zusammenzulegen und mit zwei Altersgruppen zu je fünf Wochenlektionen zu führen. Für die beiden Kindergartenkinder müssen 2⅔ Lektionen eingesetzt werden.

Der Gemeinderat bewilligte den Nachtragskredit für 12⅔ Lektionen für den DaZ sowie sechs Assistenzlektionen für brutto 38 900 Franken. Der Kanton übernimmt 7900 Franken als Wochenlektionspauschale.

Dieser Nachtragskredit wurde mit fünf gegen drei Stimmen der FDP-Fraktion bewilligt. Sie machte ihrem Ärger Luft, dass die Einwohnergemeinde Balsthal vermehrt die Kosten und andere Auswirkungen für solche Einschulungen zu tragen habe, welche von oben diktiert würden.

«Wir sind nicht bereit, diesen Betrag zu sprechen und wollen damit ein Zeichen unseres Missbehagens setzen», wurde gesagt. Man sei aber nicht etwa gegen diese Kinder und deren Familien, aber gegen das System, wie es in genannter Beziehung laufe.

Hauptfensterfront neu verglast

Die Spezialbaukommission Hallenbad (SBH) beantragte beim Gemeinderat im Zusammenhang mit der Gesamtsanierung einen Nachtragskredit für die Kostenüberschreitung mit einem Kostendach von 30 000 Franken. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,8 Mio. Franken, was eine Kostenüberschreitung von rund 103 000 Franken bedeuten würde.

Aus dem Sporttotofonds sind noch rund 80 000 Franken zu erwarten, sodass noch eine Kostenüberschreitung von 22 500 Franken resultieren würde. Mit dem vom Gemeinderat bewilligten Nachtragskredit mit Kostendach kann die bevorstehende Sanierung der Fensterfront sichergestellt werden. Dieses Vorhaben wird als Abschluss der Sanierung und als sinnvolle energetische Massnahme erachtet. Die Neuverglasung wurde dem Unternehmen Kurth Glas und Spiegel AG Zuchwil für 64 229 Franken vergeben.


Auf dem Hartbelag des Pausenplatzes Falkenstein südlich des Hallenbades plant die Fachkommission Sport vom 9. bis 20. Juli dieses Sommers die Installation einer mobilen Pumptrackbahn. Eine Pumptrackbahn ist ein Rundkurs für Radfahrer und Skateboarder. Diese Installation wird von der kantonalen Sportfachstelle Solothurn kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Rat stimmte dem Vorhaben grundsätzlich zu, fordert aber, dass die Anwohner vorgängig informiert werden und die Benützungsdauer am Abend zeitlich begrenzt werde.