Strassensanierung
Balsthaler Dorfzentrum verwandelt sich erneut in Grossbaustelle

Anstehende Strassensanierungsprojekte im Zentrum von Balsthal erfordern viel Verständnis und Geduld. Die Bauarbeiten beginnen anfangs Mai und sollen gemäss Bauprogramm im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein.

Peter Wetzel
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So ruhig und idyllisch wird es im Dorfzentrum während der Sanierungsphase lange nicht mehr sein (Goldgasse Nord und Schafhübelweg, links).

So ruhig und idyllisch wird es im Dorfzentrum während der Sanierungsphase lange nicht mehr sein (Goldgasse Nord und Schafhübelweg, links).

Peter Wetzel

Kaum sind die Sanierungsarbeiten in der Goldgasse Süd fertig, werden rund um die Grossverteiler Coop und Migros weitere grosse Arbeiten in Angriff genommen. Man hofft nicht, in der Goldgasse Nord auf Gold zu stossen, wie es die Sage zu erzählen weiss, vielmehr sollen diverse Werkleitungen ersetzt werden, unter Einbezug von Elektra und Swisscom.

Ausgelöst aber wurde die ganze Sanierung durch die Erweiterung des Fernwärmenetzes durch die AEK im Dorfkern. Dieses soll in der Goldgasse Nord bis zum Chäsikreisel weitergeführt werden. Betroffen sind aber auch noch andere Strassenzüge: der unterste Teil des Schafhübelweges, das Kirchgässli, die Umgebung des Coop-Gebäudes und ein Teil des Grünstreifens nördlich des ehemaligen Bezirksgefängnisses (Durchleitung). Nach erfolgtem Bau der Werkleitungen werden der Oberbau und der Strassenbelag wo nötig ersetzt.

Heikle Rohrverlegungsarbeiten

Die Bauarbeiten beginnen anfangs Mai und sollen gemäss Bauprogramm im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Der Gemeinderat stimmte dem Projekt einstimmig zu. Die Kosten betragen für den Strassenbau mit Beleuchtung 315 000 Franken, für die Kanalisationsssanierung 120 000 Franken und für den Ersatz der Wasserleitung 190 000 Franken. Die Arbeitsvergabe der gesamten Baumeisterarbeiten ging an die Firma Strabag AG Olten zu einem Betrag von 411 000 Franken. Die Rohrverlegungsarbeiten werden durch den Werkhof der Einwohnergemeinde ausgeführt.

Enzo Cessotto, Ressortleiter Werke, sagte: «Das ist ein Projekt, das das ganze Dorfzentrum in vielen Belangen sehr stark belasten wird. Von allen Beteiligten, aber auch von den Verkehrsteilnehmern, wird grosses Verständnis und viel Geduld erforderlich sein.» Walter Rytz vom Ingenieurbüro BSB & Partner (Oensingen) erklärte dem Rat, dass das Verlegen von Fernwärmerohren eine sehr heikle Angelegenheit sei und mehrere Firmen daran beteiligt seien. Eine weitere grosse Anforderung werde sein, dass der Anlieferungs- und Publikumsverkehr trotz der sehr engen Verhältnisse jederzeit gewährleistet sein muss.

Auch der Einschlagweg wird saniert

Der Einschlagweg zwischen der Kirchstrasse und dem Schärenmätteliweg wird ebenfalls saniert. Die Kosten für den Strassenbau mit Beleuchtung betragen 240 000 Franken, für die Sanierung der Kanalisation 112 000 Franken und für den Wasserleitungsersatz 160 000 Franken (mit Planung). Die Arbeiten für die gesamten Baumeisterarbeiten wurden ebenfalls der Firma Strabag AG Olten vergeben und die Rohrverlegungsarbeiten wird auch der Werkhof Balsthal übernehmen. Das Beitragsverfahren mit provisorischer Perimeterberechnung wird während 30 Tagen öffentlich aufgelegt.

Markus Zihler von der Aare Energie AG erläuterte dem Rat die erste Etappe der Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf stromsparende LED-Leuchten. Die Gemeinde habe den richtigen Zeitpunkt betreffs Anschaffungskosten gefunden, so Zihler. Folgende Strassenzüge werden saniert: Hölzlistrasse, Kirchgässli, Rainweg, Postackerstrasse, Bechburgerstrasse, Dormacherstrasse, krummer Weg, Salzhusgasse, Stelzenackerweg, Baronweg, Schärenmätteliweg, Winkelackerweg. Die Arbeitsvergabe ging an die Firma aen Aare Energie AG Olten für rund 97 000 Franken. Die Installation der Lampen werde von einheimischen Elektrofirmen ausgeführt, betonte Zihler.

Zusätzliche Parkplätze n Tempo 30-Zonen

Die Infrastrukturkommission wurde vom Gemeinderat beauftragt, die Parkplatzsituation in den Tempo 30-Zonen Rainweg/Hölzlistrasse, Oberfeld und Süd zu überprüfen. An mehreren Begehungen wurden auf Grund verschiedener Anregungen und Begehren von Anwohnern zusätzlich mögliche Parkplätze aufgenommen.

Zudem wurden auf der Sagmattstrasse und auf dem Hinterrainweg zur Verdeutlichung der Tempo 30-Zone weitere verkehrsberuhigende Massnahmen diskutiert. Für 8500 Franken soll das Büro Roduner BSB + Partner die bestehenden Pläne überarbeiten. Diese sollen abschliessend durch den Gemeinderat beraten und wieder öffentlich aufgelegt werden.

Überdurchschnittliche Klassengrössen

Nach den aktuellen Schülerzahlen werden im Schuljahr 2015/16 in den altersgemischt geführten 1./2.Klassen 145 Kinder unterrichtet, was Abteilungsgrössen von 24 bis 25 Kinder bedeutet. Gemäss kantonalen Angaben ist in den Primarschulklassen ein Durchschnitt von 20 Kindern pro Abteilung anzustreben. Um die Vielfalt und die Heterogenität in so grossen, zweistufig geführten Klassen auffangen zu können, subventioniert das Volksschulamt Assistenzlektionen.

Die Fachkommission Bildung beantragte deshalb für jede der sechs 1./2.Klassen während des kommenden Schuljahres je vier Assistenzlektionen, Diese setzen sich aus den beiden bisherigen Partnerunterrichtslektionen (nicht subventionsberechtigt) sowie zwei neuen Assistenzlektionen zusammen. Der Gemeinderat bewilligte für die Zeit vom August bis Dezember 2015 total 24 Assistenzlektionen an den 1./2.Klassen und genehmigte einen Nachtragskredit von brutto 51 320 Franken. Für die Gemeinde fallen effektive Mehrkosten von 1880 Franken für die Monate August bis Dezember an.

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