Fasnacht Balsthal

Balsthaler Büttysuger starten mit einem Paukenschlag ins Jubiläumsjahr

Die Büttysuger Balsthal feiern dieses Jahr ihr 30-jähriges bestehen. Anlässlich des Jubiläums werden an zwei besonderen Anlässen 32 aktive und ehemalige Mitglieder zusammen Liedern aus dem Repertoire der letzten 30 Jahre zum besten geben.

Schon bald steht für die Guggenmusiker der Büttysuger Balsthal das Fest aller Feste vor der Tür - die Fasnacht. Die Proben laufen auf Hochtouren. Der Oberguggeri wirbelt mit den Händen und auf sein Zeichen hin übernimmt der Schlagzeuger den Takt. Es wird auf die Pauke gehauen und Trompeten und Posaune ertönen.

Die Büttysuger haben diesmal einen besonderen Grund für intensives Proben, denn für sie gibt es einen Grund zu feiern: das 30-jährige Bestehen. «Um dies zu zelebrieren, werden wir zwei spezielle Auftritte haben, bei denen die 32 Aktiven mit den ehemaligen Mitgliedern gemeinsam musizieren werden», freut sich Christian Frey, Präsident der Büttysuger.

Die Stücke sind dem Anlass angepasst, man habe aus dem Repertoire der letzten 30 Jahre eine Auswahl getroffen worden, erklärt Frey. Mit dabei seien unter anderem «Proud Mary» von Tina Turner und «Love is like oxygen» von der Gruppe The Sweet.

Nur vier aktive Musikanten

«Die Stücke im Gesamten betrachtet sind aber nicht allzu schwer zu spielen», weiss Frey weiter. Denn schliesslich sind nur vier der 32 Mitglieder auch ausserhalb der Gugge aktive Musiker.

Das Gewinnen von Neumitgliedern gestalte sich in den letzten Jahren nicht gerade einfach. Das Interesse, sich in einer Gugge zu engagieren, sei eher rückläufig. «Bei uns ist daher jeder willkommen, ob mit oder ohne musikalische Vorkenntnisse.» Und auf diese Saison hin habe man auch Glück gehabt: «Wir konnten unter anderem fünf junge Balsthaler dazugewinnen.»

Unterstützung vermisst

Trotz Zuwachs hat die Guggenmusik ein nicht ganz einfaches Jahr hinter sich. Seit Jahren probten die Büttysuger nämlich im Inseli Schulhaus. Aufgrund der Renovation und neuer Raumplanung schien es aber keine Möglichkeit für sie zu geben, auch nach der Renovation wieder dorthin zurückzukehren, berichtet Frey.

«Wir haben dann Kontakt mit der Gemeinde gesucht, um uns gemeinsam mit ihr nach anderen Möglichkeiten umzuschauen. Tatsächlich wurden uns zwei Vorschläge gemacht, die sich aber leider beide für ungeeignet erwiesen.»

So sei der erste Vorschlag, ein ehemaliger Bierkeller, gar nicht erst infrage gekommen. Die zweite Idee, eine Räumlichkeit in den Gebäuden der ehemaligen Tela, sei vorneweg abgelehnt worden.

Nachdem man dann nochmals ein Schritt auf die Gemeinde zumachte, habe die Antwort schliesslich gelautet: «Leider können wir nichts anderes anbieten.» Enttäuscht und auch verärgert aufgrund habe man sich allein auf die Suche gemacht.

Schliesslich sei man auf den Raum in der alten Postgarage aufmerksam gemacht worden, führt Frey weiter aus. Durch die Unterstützung des Eigentümers Max Rütti konnte es dann also weitergehen mit den Proben.

Seit Beginn dieses Jahres haben sich die Büttysuger in diesem Vereinslokal eingemietet. «Der Raum ist aufgrund der Grösse ideal. Zudem konnten wir alles frisch streichen, eine kleine Bühne errichten und einen Schallschutz bauen.»

In diesem Sinne sei man nun mit dem neuen Raum, der zusätzlich als Baulokal für den Fasnachtswagen diene, sehr zufrieden. Dennoch ergänzt Frey: «Von der Gemeinde haben wir seither nichts mehr gehört ... leider.»

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