Nach dem Sieg beim Donnschtig Jass in Flums ist die SRF-Euphorie in Balsthal gross. «Das ist eine Riesensache für uns», sagte Gemeindepräsident Pierino Menna am  Freitagmorgen. «Unsere Jasser haben gut gespielt und auch noch ein wenig Glück gehabt.»

So wird Balsthal zum nächsten Austragungsort für den Donnschtig Jass vom 15. August. Schon am Freitag Abend war die grosse Fangemeinde deshalb fast wie im Ausnahmezustand. Es ging nämlich darum, den Moderator Rainer Maria Salzgeber gebührend im Thal willkommen zu heissen. Er macht es sich nämlich zur Aufgabe, voneinem Austragungsort zum andern mit dem Velo zu fahren. Kurz nach 18 Uhr wurde daher extra eine Fahrt mit dem Roten Pfeil ab Thalbrücke in den Fahrplan aufgenommen, denn von diesem Balsthaler «Wahrzeichen» sollte der Moderator bei seiner Einfahrt zum Bahnhof ab Thalbrücke via Bahndammweg begleitet werden. Das gab dann schon die ersten Willkommensaufnahmen für die kommende Jass-Sendung. Auf dem Bahnhof trafen unterdessen immer mehr Fans und Neugierige ein, um das Spektakel mitzuverfolgen.

Pünktlich um 18.15 Uhr war es dann soweit: Salzgeber im roten Velodress, seine Entourage und ein paar Balsthaler Velofahrer trafen winkend auf dem Bahnhofplatz ein, sofort begrüsst von jugendlichen Tambouren, die dem Walliser besonderen Spass zu machen schienen. Dann ging es los mit Selfies und Glückwünschen, mit Anstossen und Balsthaler Fahnenschwingen. «Eine so schöne Sache haben wir schon lange nicht mehr erleben können», freute sich eine ältere Dame.

Salzgeber formierte dann «seine» Balsthaler Jasser um sich - ein Gruppenbild wurde gemacht. Etwas erschöpft dabei stand auch die «Jung»-Jasserin Rebecca Stalder (15), die am Donnerstag in Flums ebenfalls eine beachtliche Performance hinlegte. «Ja, ich bin etwas müde» meinte sie, schliesslich hatte sie auch heute einen anstrengenden Tag, mit einem Vorstellungs-Arbeiten für die Berufswahl. Umso schöner jetzt, sich noch einmal feiern zu lassen. «Ich jasse seit zwei Jahren; in der Familie hat man es mir beigebracht», erklärte sie. Zunächst sei sie schon ziemlich aufgeregt gewesen, «doch nach dem ersten Probelauf konnten die SRF-Mitarbeiter uns allen die Nervosität nehmen.»