Balsthal
Abholstation und Hauslieferung für Bücher

Die Coronapandemie hat das Leseverhalten im Jahr 2020 in der Schul- und Gemeindebibliothek Balsthal stark beeinflusst.

Peter Wetzel
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Die Bibliothek Balsthal, die in der ehemaligen Neuapostolische Kirche untergebracht ist, hat ein ungewöhnliches 2020 hinter sich.

Die Bibliothek Balsthal, die in der ehemaligen Neuapostolische Kirche untergebracht ist, hat ein ungewöhnliches 2020 hinter sich.

Bruno Kissling

In dem von der Leiterin Evi Scherrer verfassten Jahresbericht 2020 der Schul- und Gemeindebibliothek Balsthal steht, die Coronamassnahmen hätten die Aktivitäten der Bibliothek stark beeinflusst. Innovative Ideen seien gefragt gewesen. So wurde zum Beispiel ein Buchabholdienst ins Leben gerufen. Dabei konnten dank einem angepassten Computerprogramm Medien von zu Hause aus ausgesucht, reserviert und dann zu bestimmten Zeiten vor der Bibliothek abgeholt werden. Auf Wunsch wurden auch Hauslieferungen durchgeführt. Die Ausleihzahlen seien, was im Berichtsjahr zu erwarten war, gesunken. Dies vor allem deshalb, weil während fast dreier Monate keine Schulklassenbesuche stattfinden konnten. Sehr erfreulich sei gewesen, dass trotz der langen Schliessung die erwachsenen Leserinnen und Leser mehr Bücher als im Vorjahr ausgeliehen hätten. Genau waren es 3936 Bücher, im Jahr 2019 waren es 3428 Bücher. Der Lockdown dürfte dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben.

In der Sparte «Kinder- und Jugendbücher» gab es 8349 Ausleihen, gegenüber 10'542 im vorherigen Jahr. Insgesamt machen 379 eingeschriebene Erwachsene/Familien und 430 Schüler Gebrauch von der Balsthaler Bibliothek. Aktivitäten der Bibliothek wie das Bücherkaffee, die Märlistunden, die Bücherkiste in der Badi und die Büchervorstellungen fielen den Coronamassnahmen teilweise zum Opfer. Der Anlass «Märli auf dem Holzweg» konnte aber in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Thal im September durchgeführt werden. Das Bibliotheksteam mit Evi Scherrer, Madlen Albani, Regula Affolter, Annelies Heutschi und Claudia Jeker sowie dem Präsidenten Thomas von Burg blickt aber zuversichtlich in die kommende Zeit.