Mümliswil
Bald wird im Guldental das Schwingfieber ausbrechen

Das OK für das kantonale Schwingfest 2018 ist in den Startlöchern.

Monika Kammermann
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Michael Saner, Manuel Thomann, Willy Studer, Marco Thomann, Sarah Lisser, Peter Althaus, Rolf Jäggi, Jörg Thomann, Silvio Kamber, Josef Bader, Andy Bader, Josef Fluri. Es fehlen: Markus Saner und André Nützi.

Michael Saner, Manuel Thomann, Willy Studer, Marco Thomann, Sarah Lisser, Peter Althaus, Rolf Jäggi, Jörg Thomann, Silvio Kamber, Josef Bader, Andy Bader, Josef Fluri. Es fehlen: Markus Saner und André Nützi.

Monika Kammermann

In vierzehn Monaten wird das kantonale Schwingfest im Guldental stattfinden. Dazu traf sich am letzten Montagabend im Gasthof Ochsen das Organisationskomitees zum ersten Mal.

Präsidiert wird das OK von Josef Fluri und Sarah Lisser als Vizepräsidentin, sie ist Präsidentin des Schwingklubs Mümliswil-Ramiswil. Fluri ist ebenfalls erfahren, war er schon Vizepräsident beim letzten kantonalen Schwingfest im Jahr 2005 in Mümliswil.

Mit im OK sind noch zwölf weitere Personen. Dieses setzt sich zu Teilen aus Mitgliedern des Schwingklubs Mümliswil-Ramiswil und des Turnvereins TV Mümliswil zusammen. Denn das Fest wird nicht alleine vom Schwingklub gestemmt, sondern gleichermassen auch vom Turnverein.

Sägemehl schnuppern

Diese Zusammenarbeit sei daraus entstanden, da zahlreiche Mitglieder in beiden Vereinen vertreten sind. Der Schwingklub zählt rund 100 Personen, davon sind 40 Jung- und Aktivschwinger. Der Turnverein hat zirka 90 Mitglieder.

Fluri geht von rund 180 Helfereinsätzen aus, die während des Festes zu leisten sind. Das Programm steht für das Wochenende vom 25. bis und mit 27. Mai 2018. «Am Freitagabend möchten wir mit einer Art Warm Up für die Bevölkerung beginnen», erklärt Fluri.

Samstagnachmittag soll eine Art «Prinzenschwingen» stattfinden — ähnlich jenem, das letztes Jahr vom Nordwestschweizerischen Schwingerverband (NWSV) zum ersten Mal durchgeführt wurde. «Ein Jungschwinger-Tag für Anfänger: Für alle, die mal Sägemehl schnuppern möchten», erklärt der OK-Präsident den Anlass.

Am Abend wird dann musikalisch unterhalten. Fluri plant etwas Grösseres, spruchreif ist es jedoch noch nicht. Das ganze Prozedere sei etwas kompliziert. Am Sonntag wird dann das Schwingfest stattfinden mit rund 130 Schwingern aus dem NWSV.

Zudem wird ein Gastklub eingeladen, der nicht Mitglied dieses Verbands ist. «Dafür müssen wir noch ein Gesuch stellen an den entsprechenden Verband. Wenn wir Glück haben, dürfen wir sogar einen Kanton begrüssen», erläutert und hofft Fluri.

Das genaue Budget ist noch zu definieren — doch basierend auf seinen Erfahrungswerten rechnet Fluri mit einem Etat im sechsstelligen Bereich — eindeutig oberhalb von 100 000 Franken. Erwartet werden rund 1500 Gäste: «2000 wären natürlich noch besser», grinst Fluri. Vor Sarah Lisser präsidierte Fluri den hiesigen Schwingklub.

Joghurt als Werbeträger

Sein Credo damals sei gewesen, dass jeder aktive Schwinger mal ein Heimfest bestreiten kann. «Das ist doch etwas vom Schönsten, wenn man vor Heimpublikum auftreten kann», erläutert der OK-Präsident. Das habe man bis jetzt auch immer erfüllen können mit Kantonalen und NWSV-Jungschwingertagen.

Durch seinen Beruf als Käser entwickelte sich eine gewiefte Werbeidee. «Wir lassen in einer Auflage von 100 000 Stück Etiketten für Joghurtbecher drucken», erklärt der Käser. Diese Joghurt werden von der Käserei Reckenkien produziert — Fluris Arbeitgeber.

Der klassische Deckel bleibe jedoch bestehen. «Das ist ein erster Schritt für die Bekanntmachung des Festes», so Fluri, der zudem noch im Gemeinderat tätig ist.

Lanciert werden die Joghurt im nächsten Monat und seien nahezu im ganzen Gebiet des Nordwestschweizerischen Schwingerverbands (beide Basel und Aargau) erhältlich.