Seit der Grundsteinlegung vom 22. Februar dieses Jahres wächst an der Schlossstrasse in Oensingen der Neubau unterhalb des Schulhauses Oberdorf kontinuierlich aus dem Boden.

Nötig wurde der Ausbau der Schule wegen des rasanten Wachstums der Bevölkerung in der Gemeinde, welche in den letzten zwei Jahrzehnten um über 2000 Personen auf rund 6500 Einwohnerinnen angewachsen ist. Der Kredit von 10,8 Mio. Franken für das Projekt war an der Urnenabstimmung vom 12. Februar 2016 mit einem Stimmenanteil von 70 Prozent deutlich gutgeheissen worden.

Beim Zeitplan auf Kurs

Inzwischen ist der Rohbau in der finalen Phase angelangt und hat eine Höhe von rund zwölf Metern erreicht, wie sich bei einem Augenschein zeigte. So wurde am Freitag die Schalung für die letzte Decke des dreigeschossigen Erweiterungsbaus vorbereitet, wie der Polier Remo Schulthess von der Studer Bautechnik AG auf der Baustelle erwähnte. Die im Februar begonnenen Arbeiten seien allesamt problemlos verlaufen.

Dies gelte auch in Bezug auf die Sicherheit, welche vor allem beim Betrieb der Schule hohe Priorität habe. So würden die Lastwagenfahrer angewiesen, aus Sicherheitsgründen mit ihren Lastwagen nicht rückwärts auf die Strasse zu fahren. Schulthess geht davon aus, dass die Arbeiten für den Rohbau des Schulhauses Ende August zum Abschluss gebracht werden können.

«In Bezug auf den Zeitplan sind wir voll auf Kurs», erklärt der bei Studer Bautechnik zuständige Bauleiter Richard Borer auf Anfrage. Mitte September erfolge noch der Bau von zwei Unterständen neben dem Erweiterungsbau, danach seien die Baumeisterarbeiten abgeschlossen.

Mit Dächern, dem neuen unteren Pausenplatz und einer Freitreppe zum mittleren Pausenplatz wird eine Verbindung mit dem Schulhaus Oberdorf geschaffen.

Mit Dächern, dem neuen unteren Pausenplatz und einer Freitreppe zum mittleren Pausenplatz wird eine Verbindung mit dem Schulhaus Oberdorf geschaffen.

Innenausbau folgt im September

Mit dem Innenausbau des im Rohbau fertigen Schulhauses, etwa mit dem Einbau von Fenstern, soll bereits Anfang September begonnnen werden, wie Projektleiter Michael Takayama von der S+B Baumanagement AG aus Pratteln erklärt. Von diesem Planungsbüro stammt das in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Engeler Architekten (Basel) erarbeitete Ausbauprojekt für das Schulhaus Oberdorf. Das Projekt mit Namen «Optimus Prime» war erfolgreich aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen. Der lichtdurchflutete Erweiterungsbau wird über acht Schulzimmer, zwei Werkzimmer mit Materialräumen, vier Gruppenräume, einen Lehrerarbeitsraum und über Lernnischen verfügen.

Bezugsbreit sein sollen die Räume im neuen Schulhaus gemäss Takayama am 1. Juli 2019. Wenn alles optimal läuft, sei sogar ein früherer Bezugstermin möglich. Im Lot sei das Projekt auch bei den Kosten, versichert der Projektleiter. Zuversichtlich was die Kosten anbelangt ist auch Gemeindepräsident Fabian Gloor. «Ich habe den Eindruck, dass wir gut aufKurs sind.» Allerdings sei es noch zu früh, um Zahlen zu nennen. Manchmal brauche es nur Kleinigkeiten, die Einfluss auf die Kostensituation haben könnten.

Gut verlaufen sei aus Sicht der Gemeinde das Zusammenspiel zwischen Schule und Baustelle während des Schulbetriebs. Die nötige Vorsicht werde von beiden Seiten vorbildlich praktiziert. Gloor hofft, dass das auch nach der Aufnahme des Schulbetriebs am 20. August wieder so gut funktioniert. «Auf Elterntaxis sollte deshalb aus Sicherheitsgründen verzichtet werden», so der Gemeindepräsident.