Bei der Planung für die Umgebung des Bahnhofs hingegen, sowohl nördlich wie südlich, ist vorläufig nichts Konkretes zu erwarten. Gemeinde und SBB haben zwar Vorstellungen und diese gegenseitig unterbreitet, wie Gemeindepräsident Markus Flury sagt. «Doch abgesehen davon, dass auch die OeBB und Aare Seeland mobil einbezogen werden müssen, ist auf beiden Seiten noch zu vieles offen, um Nägel mit Köpfen zu machen.» Die Situation für Zweiräder ist zwar besser als auch schon. Der Platz ist aber nach wie vor knapp und häufig überbelegt, ein abschliessbarer Raum fehlt noch immer.

Die gute Nachricht für die Bahnkundschaft: Der Bedienungsraum bleibt wo er ist, die Öffnungszeiten und das Angebot bleiben gemäss Homepage bis Dezember 2016 dieselben wie jetzt.

Buffet zu, Buffet auf

Diesmal scheint es den SBB ernst zu sein mit der Sanierung und Umnutzung des Bahnhofgebäudes. Dies wurde nämlich schon einmal Anfang 2003 verkündet. Das Bahnhofbuffet sollte geschlossen und stattdessen ein «avec»-Shop eingerichtet werden. Ein Jahr später waren diese Pläne vom Tisch, weil sich kein Betreiber finden liess. Von Umbau im Gebäude war keine Rede mehr, dafür wurde eine Weiterführung des Buffets in Erwägung gezogen. Was denn auch geschah mit Peter Burri als Wirt. 2010 wurde ihm gekündigt. Vonseiten SBB hiess es damals, es bestehe ein Interesse daran, dass es beim Bahnhof Oensingen auch weiterhin eine Gaststätte gebe. Aber damit ist es nun offenbar definitiv vorbei, zumindest im Hauptgebäude. Offen ist, was mit dem östlich stehenden Nebengebäude geschieht, wo derzeit SBB Cargo angesiedelt ist. Diese wird ins Hauptgebäude einziehen, wie SBB-Mediensprecherin Lea Meyer erklärt. Umgenutzt werden die beiden Wohnungen. Sie stehen einerseits für ein Team der Automatenbewirtschaftung zur Verfügung. Ferner für Mitarbeitende der SBB-Intervention, einer Organisation, die bei Störungen an Sicherungsanlagen oder Bränden zum Einsatz kommen für das Evakuieren und Abschleppen von defekten Zügen und vieles mehr.

Äusserlich wird das Gebäude gemäss Plan merklich anders werden. Auf der Seite der Perrons wird der Anbau mit dem Stellwerk ersatzlos abgebrochen, desgleichen nordseits der Windfang sowie der Anbau mit den WC-Anlagen für das im Oktober 2010 geschlossene Bahnhofbuffet.