Balsthal
Bahnhof als Begegnungsort: Ab Montag packen die Bauarbeiter voll an

Am Freitag war der symbolische Start für den Um- und Ausbau des OeBB-Bahnhofs. Die Bauarbeiten beginnen am Montag. Der neue Bahnhof wird mit einem überdachten Perronbereich und einem grösseren Kiosk-Angebot aufwarten.

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So soll sich der Bahnhof ab Sommer nächsten Jahres präsentieren.

So soll sich der Bahnhof ab Sommer nächsten Jahres präsentieren.

Zur Verfügung gestellt

Die Oensingen-Balsthal-Bahn AG (OeBB) will aus ihrem Bahnhof in Balsthal einen attraktiven Ankunfts- und Umsteigeort für das Thal machen. Am Freitag ist in Anwesenheit des Verwaltungsrates der OeBB, der Gemeindebehörden und der PostAuto Schweiz AG der symbolische Spatenstich erfolgt. Am Montag beginnen die eigentlichen Bauarbeiten und im Sommer nächsten Jahres soll dann die Eröffnung sein.

«Eine moderne und funktionierende öV-Erschliessung wird für das Thal und seinen Hauptort Balsthal auch in Zukunft sehr wichtig sein», wurde beim Spatenstich betont. Deshalb habe sich der Verwaltungsrat der OeBB AG entschlossen, mit der Erneuerung ihres Bahnhofs einen Schritt Richtung Angebotsverbesserung zu machen.

Mit Provisorien überbrücken

Am Montag beginnen die eigentlichen Bauarbeiten mit dem Abbruch des Kiosks, der Überdachung und des ehemaligen Reisebüros. Für die Bauphase wird im westlichen Teil des Bahnhofs (Bereich Rampe/Güterschuppen) ein Provisorium eingerichtet. Die Kunden von Bus und Bahn finden dort ein provisorisches Bahnperron sowie alle Bushaltestellen.

Kiosk, Billettautomat und WC-Anlagen sind im bekannten «Rampepintli» untergebracht. Plakate informieren im Bahnhofbereich sowie in den OeBB-Zügen und den Postautos über die Provisorien. Die Fahrpläne der OeBB sowie der Postautos bleiben vom Bau unberührt. Auch der OeBB-Schalter bleibt während der üblichen Zeiten für die Kundschaft geöffnet.

Neu mit überdachtem Perron

Schmuckstück des neuen Bahnhofs wird der grosszügig überdachte Perronbereich sein, der es ermöglicht, sicher und bequem ein-, aus- und umzusteigen. Auch werden dort die öffentlichen Toiletten zugänglich sein. Der Kiosk wird nicht nur mehr als doppelt so gross sein, sondern auch viel mehr bieten in Bezug auf Speisen und Getränken. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert.

Ferner wird der erneuerte Bahnhof den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes gerecht, welches den hindernisfreien Zugang zu Fahrzeugen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs vorschreibt.

Und schliesslich wird die OeBB das Park+Ride-Angebot für Velos verbessern: Neu bietet sie einen abgeschlossenen Bereich an.

Auch ein Begegnungsort

«Der neue Bahnhof soll zum Begegnungsort werden. Unsere Kunden sollen sich hier auf die bevorstehende Fahrt freuen können oder beeindruckt im Thal ankommen», sagt Thomas Fluri, Präsident des Verwaltungsrats der OeBB. Und Heinz Kamber, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärt: «Durch den besseren Komfort im Bahnhofbereich machen wir das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Region attraktiver. Wir wollen noch mehr Personen überzeugen, auf Bahn und Bus umzusteigen.»

Vom Bahnhofumbau profitiert im Übrigen auch das regionale Gewerbe: Ein bedeutender Teil der Aufträge konnte an entsprechende Unternehmen vergeben werden. (pd/wak)