Im Atelier von Emanuela Bottana an der Burgstrasse in Schönenwerd sind fünf Mädchen dabei, mitgebrachte Flusssteine, die mindestens 15 mal 15 Zentimeter messen, zu vermosaiken. Konkret werden sie mit Glasplättchen, Glasblümchen, Smaltis, Mille Fiori oder Glasnuggets verziert, die mit eingefärbtem Klebezement befestigt werden. – Bei Luzia Häusermann an der Dorfstrasse auf dem Eppenberg versuchen sich sieben Jungs und drei Mädchen beim Brote backen im Holzofen; Regula Meier hilft ihnen dabei.

Aus Halbweiss- und Ruchmehl wird ein sogenannter «Solothurner Teig» geformt, aus dem dann später die schmackhaften Brote werden. – Und gleich 23 Kinder lernen bei Philipp Brunner in der Turnhalle Dorf in Schönenwerd die verschiedenen Formen der Leichtathletik kennen. «Konkret geht es darum, ihnen die Leichtathletik näherzubringen, weil sie heutzutage leider nicht mehr zum Pflichtprogramm in den Schulen gehört», so Brunner. An diesem Kurs lernen sie Wissenswertes über Koordination und Körperhaltung; auch können sie so ihre Bewegungsabläufe verbessern.

37 Kurse werden angeboten

Dies sind nur drei der insgesamt 37 Kurse, die den Erst- bis Sechstklässlern der Gemeinden Eppenberg-Wöschnau und Schönenwerd im Rahmen des 21. Schönenwerder Ferienpasses diese Woche angeboten werden.

Insgesamt haben sich laut Conny Bieri – sie hat den Ferienpass zusammen mit Claudia Bondt (neu), Beatrice Fäs, Jacqueline Hunn und Sandra Lüscher auf die Beine gestellt – 120 Kinder angemeldet. Jedes Kind besucht im Schnitt vier Kurse, was so rund 480 Kursplätze ergibt, die gebucht wurden.

Als Renner erweisen sich dieses Jahr laut Conny Bieri die Besuche bei der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Buchs, bei Radio Argovia und im Tierdörfli Wangen, aber auch Kurse wie «Die Kuh im Melkroboter», die Schatzsuche im Bally-Park, der Besuch bei der Feuerwehr, aber auch der Volleyballkurs, das Tischtennisturnier und eben das Kennenlernen der einzelnen Leichtathletik-Sportarten.

Viele Kurse sind neu

Neu im Angebot stehen dieses Jahr die Besuche bei der KVA Buchs und im Tierdörfli, der Kuhmelkroboter, das Basteln mit Nespresso-Kapseln, die Schatzsuche im Bally-Park, Badminton, Zumba, Hip-Hop und das Lama-Trekking. Der Umgang mit Pferden wurde gemäss Conny Bieri reaktiviert und der Tischtennis-Kurs neu aufgegleist und erweitert. Besonders erfreulich: «Es können alle 37 Kurse durchgeführt werden, keiner musste mangels Anmeldungen abgesagt werden», erklärt Bieri. Und es haben auch alle Kinder in ihren Lieblingskursen untergebracht werden können, selbst wenn man, wie beispielsweise Philipp Brunner bei seinem Leichathletik-Kurs, mehr Kinder unterbringen musste als auch schon.

Speziell am Schönenwerder Ferienpass ist: Er ist selbsttragend. Das heisst, die Kinder finanzieren ihn vollumfänglich; jedes Kind bezahlt pauschal 15 Franken. Finanzierungen durch Dritte wie etwas Zuschüsse von Pro Juventute gibt es in Schönenwerd nicht, wie Conny Bieri festhält. «Dafür stellt uns die Einwohnergemeinde Schönenwerd alle Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung, und den Druck des Ferienpass-Programms hat ebenfalls die Einwohnergemeinde übernommen», so Bieri.

Der diesjährige Ferienpass geht am Samstag unter dem Motto: «Die Jugend von heute, die Retter von morgen» mit dem traditionellen Besuch bei der Feuerwehr zu Ende.