Was war ihre erste Reaktion, als sie vom Kauf des Areals erfuhren?

Jonas Motschi: Ich war hoch erfreut, dass dieses Geschäft zustande kam. Hier kommt eine Firma, die sich praktisch nahtlos einfügt, denn die bestehende Anlage kann vollwertig genutzt werden.

Was bedeutet die nun gefundene Lösung aus Sicht des Kantons Solothurn?

Es freut mich, dass wir nun ein weiteres Unternehmen im Gebiet Life-Science im Kanton haben. Dies garantiert hochqualifizierte Arbeitsplätze. Zudem handelt es sich ja bei der Omya um eine regionale Firma. Hier ist das Vertrauen sehr gross. Auch was die Arbeitsplätze anbelangt, freut es mich, dass der Stand aus den Spirig-Zeiten gehalten und sogar noch gesteigert werden kann. Sehr schön ist zudem, dass zunächst keine Umzonungen und aufwendige Bauarbeiten getätigt werden müssen, weil das Areal den Bedürfnissen des neuen Besitzers entspricht.

Was war vorgängig Ihre Sorge bezüglich des Areals?

Die Befürchtung war natürlich da, das Spirig-Areal könnte zur Industriebrache verkommen, was jetzt glücklicherweise nicht der Fall ist. Zudem galt meine Sorge den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Arbeitsplätzen am Standort.

Was entgegnen Sie Kritikern, die nach dem «Nestlé-Drama» sagen: Wie lange dauert es diesmal, und können wir der Firma überhaupt trauen, nach all dem, was jetzt war?

Grundsätzlich handelt es sich hier um eine andere Situation als mit Nestlé (Galderma). Damals wurde nicht nur das Areal übernommen, sondern auch gleich der ganze Produktionsbetrieb mit samt den Produkten, man wollte da expandieren, doch es klappte nicht. Der Omya hingegen geht es mehr um das Areal als Ganzes. Die Firma braucht laut eigenen Angaben dringend Platz, und da ist es doch ideal, dass sie diesen in Egerkingen gefunden hat. Versprechen kann man nichts, denn natürlich können wir nie sagen, was in zehn Jahren sein wird. Grundsätzlich vertraue ich aber der Firma Omya.

Sie sind selbst aus dem Gäu und wohnen auch da, welches ist Ihr persönlicher Bezug zur Sache?

Das spielt für mich keine Rolle. Ich habe keinen persönlichen Bezug zu dieser Sache. Ich habe auch keine Beziehungen dort, weder zur Firma Spirig noch zu Omya. Ich mache meinen Job schon lange, und es kommt nicht darauf an, wo etwas passiert. Mir ist der ganze Kanton Solothurn wichtig.