10,8 Mio. Franken will der Gemeinderat Oensingen für die Erweiterung und den Neubau der Schulanlage Oberdorf ausgeben. Vorgesehen ist ein Neubau südlich des Schulhauses Oberdorf. Nötig wird das Ausbauprojekt wegen der in den letzen Jahren stark angewachsenen Bevölkerung und dem daraus resultierenden Bedarf nach zusätzlichem Schulraum.

Die Weichen für das Projekt wurden bereits im Dezember 2014 mit der Bewilligung des Planungskredites in der Höhe von 300'000 Franken durch die Gemeindeversammlung gestellt.

Weingartenweg quert Pausenplatz

Realisiert werden soll das aus einen Architekturwettbewerb hervorgegangene Projekt «Optimus Prime» von der S+B Baumanagement AG aus Pratteln. Im Gemeinderat wurde das Projekt, das den Bau eines dreigeschossigen Schulhauses mit acht Unterrichtszimmern, vier Gruppenräumen, je einen Raum für Textiles und Bildnerisches Werken sowie zwei Arbeitsräume für die Lehrkräfte vorsieht, als sehr gelungen beurteilt. Gleiches gilt auch für die Umgebungsgestaltung mit der Schaffung einer neuen Aussentreppe, welche das Areal des bestehenden Schulhauses mit jenem des Neubaus verbinden soll.

Als nicht optimal, aber in Bezug auf die Verkehrsicherheit vertretbar, wurde die Querung des unteren Pausenplatzes durch Verkehr aus dem Weingartenweg bezeichnet. An dieser Sackgasse befinden sich neun Einfamilienhäuser. Deshalb werde mit einem eher geringen Verkehrsaufkommen gerechnet, bemerkte der für das Projekt zuständige Gemeinderat Christian Hunziker.

Um der Situation angemessen zu begegnen, soll im erwähnten Bereich eine Begegnungszone eingerichtet werden, welche mit maximal 20 km/h befahren werden darf. In diesem Zusammenhang wurde erwähnt, dass die Schülerschaft bereits jetzt mit dem Ortsbus auf dem oberen Pausenplatz sowie bei der Nutzung der auf der anderen Strassenseite liegenden Sportanlagen auf den Verkehr achten müsse.

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 10,8 Mio. Franken. 8,9 Mio. Franken entfallen auf den Neubau des in den Hang gebauten Schulhauses inklusive der Umgebungsgestaltung. 1,75 Mio. Franken werden für Umbau- und Sanierungsarbeiten am bestehenden Schulhaus Oberdorf eingesetzt. Rund 700'000 Franken davon betreffen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Dies zu kommunizieren, erachte er als wichtig, so Hunziker. Die Fehlerquote bei den Kostenberechnungen soll im Bereich von 5 Prozent liegen.

Nach Ja folgt Urnenabstimmung

Der Gemeinderat nahm vom fortgeschrittenen Stand des Vorprojekts «Erweiterung Schulanlage Oberdorf» Kenntnis und verabschiedete dieses zuhanden der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember mit dem Antrag, auf den Verpflichtungskredit von 10,8 Mio. Franken einzutreten und diesen zuhanden der Urnenabstimmung vom 12. Februar 2017 gutzuheissen.

Zu diskutieren gab im Rat der vorgesehene Fahrplan von rund drei Jahren bei der Umsetzung des Projekts, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Souverän. Die Inbetriebnahme des neuen Schulhauses könnte statt wie vorgesehen Mitte 2020 bereits im Herbst 2019 erfolgen, wurde dazu erwähnt. Der Terminplan wird nun noch einmal überarbeitet und danach zur Diskussion gestellt.

Das Vorprojekt «Erweiterung Schulanlage Oberdorf» mit einem Modell kann vor der um 20 Uhr beginnenden Gemeindeversammlung am 12. Dezember ab 19 Uhr im Bienkensaal besichtigt werden.