Seit 2010 ist die Bevölkerung in Oensingen aufgrund der regen Bautätigkeit um über 1000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen. Per Ende 2016 lebten inklusive der Wochenaufenthalter 6418 Menschen in der Gemeinde.

Das rasche Bevölkerungswachstum hatte eine Verknappung des Schulraums zur Folge. Dieser will der Gemeinderat nun mit dem Ausbau des Schulhauses Oberdorf aktiv begegnen.

Aus Wettbewerb hervorgegangen

Im Dezember 2014, nach der Bewilligung eines Planungskredits von 300 000 Franken durch die Gemeindeversammlung, wurden die ersten Schritte für die die Umsetzung des Projekts in Angriff genommen. Das nun vorliegende Projekt im Gesamtbetrag von 10,8 Mio. Franken sieht als Kernstück den Bau eines neuen Schulhauses südlich des bestehenden Schulhauses Oberdorf vor. Zur Ausführung gelangt das aus einem Architekturwettbewerb siegreich hervorgegangene Projekt

«Optimus Prime». Erarbeitet wurde es von der S+B Baumanagement AG aus Pratteln in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Engler Architekten aus Basel.

Der Auswahl vorausgegangen war im Oktober 2015 ein öffentlich ausgeschriebenes Präqualifikationsverfahren, an welchem sich 17 Architektur- und Planungsbüros beteiligten. Am 3. Februar 2015 wurden von einer Jury unter der Leitung von Gemeinderat Christian Hunziker die Projekte von vier Architektur-Teams für die weitere Planung ausgewählt. Am 23. Mai 2016 erkor ein breit abgestütztes Fach- und Sachgremium «Optimus Prime» einstimmig zum Siegerprojekt.

Einstimmig durchgewinkt

Auch der Gemeinderat sprach sich danach einhellig für das Projekt aus und beschloss die Fortführung der Planungsarbeiten. Keine Opposition erfuhr das in der Zwischenzeit bis fast zur Baureife ausgearbeitete Projekt auch an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2016. Der Kredit von 10,8 Mio. Franken für das Gesamtprojekt wurde zuhanden der Urnenabstimmung vom 12. Februar einstimmig gutgeheissen.

Sehr zur Freude von Gemeindepräsident Markus Flury. «Der Bevölkerung ist offenbar bewusst, dass wir dringend neuen Schulraum benötigen», so Flury.

Zurück zum Projekt: Der in den Hang gebaute Erweiterungsbau unterhalb des Schulhauses Oberdorf wird über drei Geschosse verfügen.

Das neue Schulhaus umfasst acht Schulzimmer, welche sich jeweils an den Gebäudeecken befinden und damit zweiseitig belichtet werden. Dazu kommen zwei Werkzimmer mit Materialräumen, vier Gruppenräume, ein Lehrerarbeitsraum, grosszügige Lernnischen, Garderoben und Toiletten sowie Technikräume.

Mit verbindendem Charakter

Mit Dächern, dem neuen unteren Pausenplatz und einer Freitreppe zum mittleren Pausenplatz wird eine Verbindung mit dem südlich des Schulhauses Oberdorf positionierten Erweiterungsbau geschaffen. Zusammen mit der Umgebungsgestaltung, mit genügend Flächen zum Sitzen, Spielen und Verweilen, soll so ein neues Ensemble mit stärkendem und verbindendem Charakter entstehen.

Auch der Verkehrssicherheit wurde mit verschiedenen Massnahmen grosse Beachtung geschenkt, wie die Projektverfasser versichern. Dies treffe auch für den Weingartenweg zu, welcher den unteren Pausenplatz quert. Um der Situation angemessen zu begegnen, soll im erwähnten Bereich eine Begegnungszone eingerichtet werden, welche mit maximal 20 km/h befahren werden darf.

Gemeindepräsident optimistisch

Gemeindepräsident Markus Flury zeigt sich optimistisch, dass die Stimmberechtigen am 12. Februar der Erweiterung des Schulhauses Oberdorf zustimmen werden. «Dieser Ausbau ist ein wichtiger Schritt für das Dorf, denn Oensingen wird auch Zukunft weiter wachsen».
Bei einer allfälligen Zustimmung an der Urne soll die Planung weiter vorangetrieben werden. Der Baubeginn soll im März 2018 erfolgen. Bezugstermin werde danach voraussichtlich im Oktober 2019 sein.