Balsthal
Auf neustem Stand: Das Hallenbad Falkenstein präsentiert sich in neuem Gewand

Die Bevölkerung ist am Wochenende zur Besichtigung und zum kostenlosen Baden im fertig sanierten Hallenbad in Balsthal eingeladen.

Erwin von Arb
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Hallenbad Falkenstein fertig saniert
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12 Monate wurde hier gebaut. Hallenbad Balsthal
65'000 Franken kostete die unvorhergesehen Arbeiten für den Ausbau des mit Asbest kontaminierten Plattenklebers. Hallenbad Balsthal
Hallenbad Balsthal Hallenbad Balsthal
Hallenbad Balsthal Hallenbad Balsthal
Hallenbad Balsthal Hallenbad Balsthal
Hallenbad Balsthal Hallenbad Balsthal
Hallenbad Balsthal Hallenbad Balsthal

Hallenbad Falkenstein fertig saniert

Erwin von Arb

Das Hallenbad Falkenstein in Balsthal präsentiert sich nach einer Bauzeit von rund 12 Monaten, verteilt auf zwei Etappen in den jeweiligen Sommerpausen von April bis Oktober, wieder in neuem Glanz. Sichtbar wird dies bereits beim Betreten der komplett erneuerten und modern gestalteten Garderoben. Neu ist nun auch in der Männergarderobe ein Wickeltisch zu finden, wie Nino Joller, Präsident der Spezialbaukommission Hallenbad (SBH), bei einem Rundgang durch die Anlage erwähnt. Im Rückblick verweist Joller auf die Verabschiedung des 1,7-Mio.-Franken-Kredits für die Sanierung und Attraktivierung des Hallenbades durch die Gemeindeversammlung im Dezember 2014. Die SBH habe sich danach zusammen mit dem zuständigen Architekten und Bauführer Enzo Cessotto an die Umsetzung des anspruchsvollen Projekts gemacht.

Grossteil des Kredits aufgebraucht

Nach der in den Jahren 2015/2016 ausgeführten ersten Etappe, welche vor allem die Sanierung der Technikelemente im Untergrund des Hallenbads umfasst habe, sei in der zweiten Etappe primär der Publikumsbereich saniert worden. Ein Grossteil des Baukredites von 1,7 Mio. Franken sei mit diesen beiden Etappen verbraucht worden, so Joller. Rund 800'000 Franken davon habe man in der ersten Etappe für die Erneuerung der technischen Anlagen im Untergeschoss des Hallenbades eingesetzt. Die Badwassertechnik mit 246'628 Franken und die Lüftungserneuerung mit 241'034 Franken seien dabei die grössten Investitionen gewesen. Damit sei das Herzstück des Hallenbades wieder auf dem neusten Stand der Technik und die geforderten Normen erfüllt, wie Ursula Nufer von der Betriebsleitung bemerkt.

Bei der nun abgeschlossenen zweiten Etappe ging es wie erwähnt um die Sanierung im sichtbaren Bereich, welcher nebst den Garderoben und sanitären Anlagen auch die eigentliche Schwimmhalle und das Becken umfasste. Ebenfalls frisch gestaltet wurde das Eintrittssystem im Eingangsbereich, das nun mit jenem im Freibad kompatibel sei, wie Joller erklärt.

Unvorhergesehene Kosten

Mit dem Abschluss der zweiten Etappe sei es nun vorbei mit der Nostalgie im Hallenbad Falkenstein, das 1972 ursprünglich als Turnhalle geplant gewesen war, wie Joller verriet. Noch während der Bauphase sei der Bau in ein Hallenbad umfunktioniert worden. Die Bausubstanz und die damals verbauten Materialien hätten die Sanierung nicht ganz alltäglich gestaltet, berichtet Joller. So sei bei gewissen Arbeiten wegen fehlenden Planunterlagen vorgängig keine Detailplanung möglich gewesen.

Als negative Überraschung in Erinnerung behält Joller den Befund von Asbest im damals verwendeten Kleber für die keramischen Platten. Dies habe unvorhergesehne Kosten von 65'000 Franken verursacht. Während der vierwöchigen Asbestsanierung habe auf der Baustelle der Ausnahmetzustand geherrscht, erinnert sich Architekt Enzo Cessotto.

Dritte Etappe soll 2018 folgen

Joller geht von einem Zeitraum von rund 20 Jahren aus, bis das Hallenbad und die technischen Anlagen wieder saniert oder erneuert werden müssen. Eine wichtige Rolle spiele auch der Unterhalt. Vorher müsse aber noch die dritte und letzte Etappe umgesetzt werden. Im Fokus stehe neben der vom Gemeinderat angekündigten Attraktivierung des Hallenbades auch der Ersatz der grossen Glasfronten auf der Südseite. Wegen des schlechten K-Werts der Zweifachverglasung gehe unnötig viel Energie verloren, wie Cessotto ausführt. Die Abrechnung der zweiten Etappe werde massgebend sein, in welchem Umfang die dritte Etappe erfolgen könne, so Joller. Zudem sei seitens Kanton noch der definitive Umfang des Beitrages aus dem Lotteriefonds hängig. Die letzte Etappe soll nach Saisonschluss im Frühjahr 2018 erfolgen.

Aktuell gehe es aber darum, den Badegästen mit der neu sanierten Infrastruktur viel Freude und angenehme Bedingungen zu bieten, finden Joller und Cessotto. Auch das Badpersonal freut sich, dass das Schul-, Sport- und Freizeitbad heute Samstag wie geplant wieder seinen Betrieb aufnehmen kann. «Wir können den Start kaum erwarten», sagt Ursula Nufer. Für Badegäste herrscht an diesem Wochenende Gratiseintritt während der regulären Öffnungszeiten. Heute Samstag finden zwischen 10 und 12 Uhr für technisch interessierte Personen Führungen statt, bei welchen auch exklusive Einblicke in die Katakomben des Hallenbades gewährt werden.