Olten-Gösgen-Gäu
Auf die Jägerschaft warten Herausforderungen

An der Generalversammlung des Hegerings Olten-Gösgen-Gäu wurde auch die bevorstehende Auseinandersetzung mit dem Tierschutz thematisiert.

Roland Büttiker
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Roland Büttiker

Den Auftakt zur Generalversammlung des Hegerings Olten-Gösgen-Gäu gestaltete traditionell die Jagdhornbäser-Vereinigung Falkenstein/Oberaargau mit ihrem Spiel. Hegering Präsident Christian Wüthrich durfte nebst neunzig Jägerinnen und Jäger auch Regierungsrätin Brigit Wyss begrüssen.

Zum Gedenken an die verstorbenen Jagkameraden, Wolfgang Brunner, Revier Born, Ruedi Egger und Urs Rauber, Revier Engelberg, Hans Georg Frey, Revier Kestenholz, Ruedi Kilchenmann, Revier Gäu, René Künzli, Revier Frohburg, erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute. Zu Jagdhornklängen wurden sie in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.

«Jeder ist in der Verantwortung»

Ein grosses Thema ist die Auseinandersetzung des Tierschutzes mit der Jagd und auch umgekehrt. Die Tierschützer begegnen der Jagd äusserst kritisch, stellen die verschiedenen Formen der Jagd und das Verhalten der Grünröcke an den Pranger. Präsident Christian Wüthrich erklärte: «Hier ist jeder und jede einzelne von uns in der Verantwortung, dass wir unsere Arbeit im Wald weidgerecht ausüben und uns dazu anhalten, das Wildtier als Mitgeschöpf zu achten und ihm vermeidbare Leiden zu ersparen.»

Voraussichtlich wird im Herbst 2018 im Kanton Zürich über die Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger» abgestimmt. Die Volksinitiative verlangt, dass anstelle der Milizjäger, professionelle Wildhüter eingesetzt werden sollen. Der Zürcher Regierungsrat spricht sich jedoch deutlich für die Milizjagd aus.

Er weist auf eine gut funktionierende Jagd in den heutigen Jagdrevieren und den hohen Sachverstand der Jagenden hin. Weiter erklärt der Regierungsrat, dass die Jagenden hervorragend ausgebildet sind und über exzellentes Wissen ihrer Reviere und den Wildtieren verfügen. Die Jägerschaft nimmt an, dass diese Abstimmung wegweisend für weitere Aktivitäten unserer Jagdgegner in der ganzen Schweiz sein wird.

Regierungsrätin Brigit Wyss, neue Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartement im Kanton, brachte Grüsse aus Solothurn mit. Das neue Jagdgesetz sei in Kraft und die Jagdkommission gebildet. Somit habe man eine gute Basis geschaffen, um künftige Aufgaben anzugehen, wie etwa Wildkorridore zu definieren, die Ausbreitung von Neozoen und Neophyten zu verhindern oder die Freizeitaktivitäten in den Griff kriegen.

Sie zähle dabei auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Jägerinnen und Jäger. Abschliessend erklärte die Regierungsrätin: «Ich weiss, die Solothurner Jägerinnen und Jäger gehen mit Sorgfalt und liebe auf Jagd. Deshalb wünsche ich allen Weidmannsheil auf den Sommerbock im Mai.»

Neue Jägerinnen und Jäger

Die Jagd ist weiterhin im Trend. Zehn neue Jägerinnen und Jäger aus dem Hegering Olten-Gösgen-Gäu bestanden die anspruchsvolle Prüfung. Es sind dies: Mirjam Jäger-Clavadetscher, Revier Däniken; Denise Steinmann, Revier Born; Stephan Christ, Revier Frohburg; Valerieo Graf, Revier Engelberg; Michael Jäggi, Revier Kestenholz; Stefan Koller, Revier Gugen; Thomas Lehmann, Revier Homberg; Roberto Misteli, Revier Wolfwil; Denys Parkhomenko, Revier unbekannt, und Thomas von Rohr, Revier Wolfwil. Christian Wüthrich beglückwünschte die Jungjägerinnen und Jungjäger zur bestandenen Prüfung und hiess sie im Hegering willkommen.

Neu wird Thomas Kissling von der Jagdgesellschaft St. Stephan, Wolfwil, als Revisor für den Hegering tätig sein. Der nach zehn Amtsjahren abtretende Fabian Berger von der Jagdgesellschaft Buer wurde unter Würdigung seiner die geleisteten Dienste verabschiedet.

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